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Youtube statt TV: Klassische Marken wechseln den Kanal

06.07.2017 Der Marktbeobachter Nielsen kennt inzwischen viele Werbekunden, die keine Werbung im TV schalten, aber auf Youtube präsent sind. Darunter so bekannte Marken wie Bosch, Blume 2000, DM Drogeriemarkt, Vattenfall und Louis Vuitton.

 (Bild: Joshua_Willson/pixabay)
Bild: Joshua_Willson/Pixabay
Der Videokanal Youtube   hat seine Position in den Mediaplänen der Werbeindustrie weiter gefestigt: Über 2.100 Werbungtreibende aus allen 27 von Nielsen   beobachteten Wirtschaftsbereiche haben in den ersten vier Monaten dieses Jahres mehr als 3.600 Produkte oder Services auf YouTube beworben. In Summe waren dies fast 7.800 Video Ads (Pre-Rolls) mit einem geschätzten Werbedruck von 146 Millionen Euro.

Zu den werbeintensivsten Branchen auf YouTube gehörten der Handel einschließlich E-Commerce, Dienstleistungen, Medien, Körperpflege und Telekommunikation. Dabei gibt es Unterschiede bei der Verbreitung auf den verschiedenen Geräten: Auf Desktops dominierte Video-Werbung für Dienstleistungen, Handel, Medien, Körperpflege und KFZ-Markt; auf Smartphones waren am häufigsten Video Ads für Handel, Dienstleistungen, Körperpflege, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik zu sehen.

Zu den Top Werbetreibenden auf YouTube gehörten Beiersdorf, Citroen, L'Oreal, Amazon und Samsung Electronics. Über 1.600 Werbekunden, die von Januar bis April keine Werbung im TV geschaltet haben, waren auf Youtube mit Video Ads präsent, darunter viele bekannte Marken wie Bosch, Blume 2000, DM Drogeriemarkt, Vattenfall und Louis Vuitton.

Nicht nur TV Spots sind beliebt

Neben klassischen TV Spots, die am häufigsten auf Youtube geschaltet wurden, gab es auch viele Video Ads in Form von Produktpräsentationen (25 Prozent), die besonders gerne von Werbungtreibenden aus den Bereichen Dienstleistungen, Handel und Touristik eingesetzt wurden. Andere Formate waren weniger populär: Nur 7 Prozent waren Native Ads; Social Ads und Tutorials waren mit je 4 Prozent der neuen Werbevideos noch seltener. Über 20 Firmen suchten mit Video Ads auf YouTube nach neuen Mitarbeitern und Auszubildenden.
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