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Branche

Agenturalltag: Daran hakt es bei Zusammenarbeit

20.01.2025 Eine globale Studie beleuchtet die Zusammenarbeit zwischen Web-Designern und Produkt-Entwicklern. Besonders in der DACH-Region zeigt sich ein Trend zu mehr Kollaboration und flexiblen Arbeitsmodellen, doch es gibt auch Nachholbedarf.

 (Bild: Gerd Altmann / Pixabay)
Bild: Gerd Altmann / Pixabay
Figma  , Kollaborations-Plattform für digitales Design und Produktentwicklung, hat in einer globalen Studie   die Arbeitsbedingungen und Zusammenarbeit zwischen Web-Designern und Produkt-Entwicklern untersucht. Befragt wurden knapp 1.000 Teilnehmer aus Europa, den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum (APAC). Beleuchtet wurden Arbeitsbedingungen und Zufriedenheit von Designern und Entwicklern, die Zusammenarbeit der beiden Disziplinen sowie der Einfluss von KI. Ergebnisse zeigen: Regelmäßiger Austausch steigert die Zufriedenheit, besonders in der DACH-Region nimmt die Kollaboration zu.

Zentral für Zufriedenheit: Zusammenarbeit

Laut der Studie sind Designer und Entwickler umso zufriedener, je regelmäßiger und häufiger sie zusammenarbeiten - trotz aller Herausforderungen, die ihnen dabei begegnen. Weltweit geben mehr als drei Viertel der Entwickler an, sich mindestens einmal pro Woche mit ihren Design-Kollegen auszutauschen. Ein Zusammenhang zwischen Zusammenarbeit und Zufriedenheit ist deutlich: Entwickler mit hoher Arbeitszufriedenheit kooperieren öfter mit ihren Design-Kollegen, weltweit berichten 32 Prozent der befragten Entwickler vom täglichen Austausch mit Designern. 63 Prozent der Designer und 67 Prozent der Entwickler bewerten ihre Zusammenarbeit als effektiv oder sehr effektiv.

Weltweit geben 59 Prozent aller befragten Entwickler an, öfter Meetings mit ihren Design-Kollegen zu haben als im Vorjahr. Im Jahr 2024 lag dieser Wert noch bei 34 Prozent. Bei der Häufigkeit der Zusammenarbeit hat DACH in Europa die Nase vorn: hier geben 44 Prozent der Befragten an, dass der Austausch zwischen Designern und Entwicklern zugenommen hat. In UK liegt dieser Wert bei 43 Prozent, in Frankreich sind es nur 35 Prozent. Dabei war es unerheblich, ob der Austausch persönlich, hybrid oder komplett remote stattfand.

Herausforderungen: Kommunikation und Zielsetzungen

Die Schnittstelle zwischen Entwicklern und Designern ist zentral für die Geschwindigkeit, in der digitale Produkte zur Markteinführung gelangen. Eine optimale Kooperation ist daher wesentlich für die Kosten und die Produktqualität. Als Herausforderungen wurden beidseitig unterschiedliche Kommunikationsstile, Zielsetzungen, Prioritäten und Motivationen sowie Annahmen über die Arbeitsweise des jeweils anderen Teams genannt.

Die Übergabe zwischen Designern und Entwicklern geschieht oft über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg. Dabei können schnell Informationen verloren gehen und so sagen 91 Prozent der Entwickler und 92 Prozent der Designer, dass es hierbei noch viel Verbesserungspotenzial gibt.

Bei der Zusammenarbeit mit Design-Teams nennen Entwickler folgende Herausforderungen:
  • Unterschiedliche Annahmen (52 Prozent),
  • unterschiedliche Prioritäten und Motivationen (49 Prozent)
  • sowie mangelndes Verständnis für den Entwicklungsprozess (47 Prozent).

Demgegenüber sehen Designer folgende Herausforderungen in der Zusammenarbeit mit Entwicklern:
  • Unterschiede in Prioritäten und Motivationen (63 Prozent),
  • Unterschiede in Sprache und Kommunikationsstil (47 Prozent)
  • sowie Annahmen über den Designprozess (45 Prozent).

Im aktuellen State of the Designer Report 2025 beschreiben jedoch nur sechs Prozent aller Befragten die Zusammenarbeit als ineffektiv, was auf eine weitgehend funktionierende Kollaboration hinweist.

Der Einfluss von KI, Arbeitsmodellen und Flexibilität

International glaubt mehr als die Hälfte der Befragten, dass KI die Ziele oder Prioritäten ihrer Organisation beeinflusst; 27 Prozent sprechen sogar von einem erheblichen Einfluss. In der DACH-Region sehen dies 31 Prozent der Befragten so. Außerdem geben in DACH rund 25 Prozent an, dass KI einen signifikanten Einfluss auf die Fähigkeiten, Produkte und Features hat, an denen sie arbeiten und 39 Prozent sehen eine große Auswirkung auf die Tools, die sie täglich nutzen. Am weitesten fortgeschritten ist die Nutzung von KI in APAC. Dort geben 63 Prozent an, mit KI zu arbeiten, in Europa sind es 57 Prozent und in den USA 56 Prozent der Befragten.

46 Prozent der Designer und Entwickler in der DACH-Region arbeiten häufiger remote als noch vor einem Jahr - ein Wert, der über dem weltweiten Durchschnitt (36 Prozent) liegt. In Europa arbeiten 58 Prozent der Designer meistens oder immer im Homeoffice, bei dem Entwicklern sind es 65 Prozent. Beide Berufsgruppen geben an, mit der Aufteilung von Remote-/Hybrid-/Präsenzarbeit zufrieden zu sein (Designer in Europa: 71 Prozent, Entwickler in Europa 75 Prozent).

In APAC wird deutlich seltener im Homeoffice gearbeitet. 35 Prozent der Designer in APAC geben an, immer oder meistens von zuhause aus zu arbeiten, bei den Entwicklern in APAC sind es 54 Prozent. Dennoch ist die Zufriedenheit beider Berufsgruppen auch hier hoch. So sind 70 Prozent der Designer und 71 Prozent der Entwickler in APAC mit dieser Situation zufrieden.

Designer in den USA arbeiten am häufigsten im Homeoffice, was direkt mit ihrer Zufriedenheit korreliert. Von den 62 Prozent, die im Homeoffice arbeiten, sind 62 Prozent mit dieser Regelung sehr zufrieden. Zwar arbeiten nur 53 Prozent der Entwickler in den USA überwiegend remote, dennoch sind 77 Prozent mit dem Setup zufrieden.
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