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Trotz Venture Capital: Shopanbieter Emigo geht die Luft aus
28.04.2008 Viele Start-ups der Internetbranche haben gute Ideen, aber wenig Geld. Wie abhängig kleine Webentwickler-Firmen von den großen Geldgebern sind, zeigt der aktuelle Fall Emigo. Wenn dann auch noch die technische Umsetzung zu wünschen übrig lässt, gehen die Lichter oft von ganz alleine aus.
Die Entwickler richteten sich mit ihrer Shopsoftware vor allem an kleine Online-Händler und Ebay-Powerseller . Neben den klassischen Funktionen wie Artikelverwaltung hatte Emigo eine Design- und Layout-Lösungen für die Shopgestaltung in das Produkt integriert. Emigo-Geschäftsführer Constantin von Braun ist für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen. Auf Nachfrage von iBusiness erklärte Insolvenzverwalter Boris Reski , dass der Geschäftsbetrieb bei Emigo bereits "vollständig eingestellt" sei.
Dem Vernehmen nach soll sich einer der Investoren überraschend zurückgezogen haben. Der Grund sei, so ist aus Branchenkreisen zu hören, dass die Software nach Ansicht mehrerer Nutzer nicht ausgereift sei und dadurch Bestellungen gar nicht erst ankamen und Preise falsch berechnet worden seien. Als einen "Griff ins Klo" bezeichnet Björn Harste , Betreiber des Onlineshops für Tierfutter Picas und Emigo-Nutzer, die Wahl für das Shopsystem in seinem Blogbeitrag .
Probleme mit dem Emigo-Shop gab es schon Ende 2007. Damals übernahm Andreas Villavicencio , Geschäftsführer des Onlineshops Tradizio , mit einigen Partnern den Kinderwaren-Shop von Emigo-Geschäftsführer Constantin von Braun und entschloss sich schnell zum Abschied von der Shopsoftware. "Das System stand nicht und war zu unzuverlässig", erklärt Villavicencio. "Wir wollten keine Probleme mit unseren Kunden riskieren und beschlossen deshalb, das Shopsystem zu wechseln."
