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Studie: Jeder dritte Deutsche nutzt Sharing-Angebote
23.01.2017 Jeder Dritte Deutsche nutzt Sharing-Dienste, hat eine Studie im Auftrag des Bitkom ergeben. Mehr als die Hälfte sieht in Sharing-Plattformen Vorteile wie mehr Nachhaltigkeit. Jeder vierte würde Alltagsgegenstände wie Werkzeug verleihen.
Besonders share-affin sind die unter 30-Jährigen: Mehr als die Hälfte (59 Prozent) hat in dieser Altersgruppe bereits von einem solchen Angebot Gebrauch gemacht. Bei der Generation 65 plus ist es nur knapp jeder Achte (12 Prozent). Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter 1.158 Internetnutzern ab 14 Jahren.
Vom Wachstumspotenzial der Share Economy als Alternative zum Kauf oder der klassischen Vermietung sind auch viele Verbraucher überzeugt: 53 Prozent derjenigen, die Angebote zum Teilen bislang noch nicht genutzt haben, können sich vorstellen, dies auf Sharing-Plattformen wie etwa Otto Now in Zukunft zu tun.
Besonders groß ist das Interesse bei Heimwerkern und Hobbygärtnern. Rund ein Drittel der Befragten kann sich vorstellen, Baumaschinen (31 Prozent), Werkzeug (29 Prozent) und Gartengeräte (28 Prozent) über digitale Plattformen zu organisieren. Auch zur Bereitstellung von eigenen Produkten oder Dienstleistungen ist die Bereitschaft groß: So würde beispielsweise jeder Zehnte (10 Prozent) seine Wohnung oder sein Auto zahlenden Nutzern überlassen. Alltagsgegenstände wie Werkzeuge oder Haushaltsgeräte würden sogar 27 Prozent verleihen.
Im Teilen sehen die Verbraucher vor allem den ökonomischen und ökologischen Nutzen. So sagen sechs von zehn Befragten (59 Prozent), dass Share Economy die Nachhaltigkeit fördert, beispielsweise durch die gemeinschaftliche Nutzung von Geräten oder weil ausrangierte Gegenstände noch eine zweite Nutzung finden. Für ebenso viele (63 Prozent) bedeutet das Konzept, dass der Einzelne finanziell entlastet wird. Allerdings findet auch ein Fünftel (21 Prozent), dass Sharing-Plattformen der Wirtschaft schaden, etwa weil dadurch weniger Produkte gekauft werden.
Einige Produktgruppen seien außerdem nicht für Share Economy geeignet. Acht von zehn Studienteilnehmern sagen, dass dazu Lebensmittel und Möbel gehören. Auch PCs, Laptops und Tablets würde die Mehrheit (79 Prozent) nicht ausleihen.
