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Deutsche Fußballer twittern am heftigsten
02.09.2019 Eine Twitter-Analyse zeigt, dass die deutschen Vereine mit durchschnittlich 19 Posts pro Tag an der Tweet-Spitze Europas stehen.
Wer Fußballherzen gewinnen will, braucht regelmäßig neue und hochwertige Inhalte. Eine Twitter-Analyse zeigt, dass die deutschen Vereine mit durchschnittlich 19 Posts pro Tag an der Tweet-Spitze Europas stehen. Allerdings enthält nur jeder zehnte Post ein Video und nur 16 Prozent einen Link, der die Nutzer zu weiteren Content-Angeboten führt und so die Reichweite vergrößert. Zum Vergleich: Englische, spanische und italienische Clubs posten im Durchschnitt jeweils doppelt so viele Bewegtbild-Inhalte. Ausreißer ist Atletico Bilbao. Mit rund 50 und in der Spitze sogar 100 Posts pro Tag ist der baskische Verein klarer Content-Champion. Bis auf einige Ausnahmen in der französischen Ligue 1 sind alle Vereine der fünf größten europäischen Ligen heutzutage auf Facebook, Twitter, Instagram und YouTube vertreten. Auch mit Plattformen, die jüngere Zielgruppen ansprechen, wie Snapchat und TikTok, experimentieren bereits mehrere Vereine. Eine wachsende Zahl von Teams mischt ebenfalls in dem so wichtigen chinesischen Markt mit. Immerhin 44 Prozent der deutschen Vereine bespielen beispielsweise den beliebten Micro-Blogging-Dienst Weibo. Spitzenreiter ist hier die englische Premier League mit 65 Prozent, gefolgt von der spanischen Primera Division (60 Prozent).
Für eine globale Reichweite ist es nicht nur wichtig, ein gutes Content-Angebot zu haben, sondern auch möglichst viele Sprachen zu sprechen. Denn durch die Lokalisierung von Content erreichen die Clubs potenzielle Neu-Fans in deren Sprache und können sich so von der Konkurrenz abheben. Darin liegt für die deutschen Clubs eine große Herausforderung, aber zugleich eine große Chance. Die Herausforderung: Eine Auswertung der sechs größten Vereine jeder Liga zeigt, dass die Premier-League-Teams ihren Content in fast doppelt so vielen Sprachen verbreiten - durchschnittlich 7,2 - wie die deutschen Kicker-Teams (3,7). Auch die spanische Primera Division ist mit fünf Sprach-Varianten im Durchschnitt weitaus multilingualer als die Bundesliga.
