Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Was ist Deine Digitalagentur wert? Agenturwert berechnen
Sechs Zahlen aus der BWA genügen, um herauszufinden, was aktuell Deine Agentur wert ist und welche Faktoren den Wert beeinflussen.
Agenturwert berechnen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

Wie deutsche Verleger Video und Social Media einsetzen

18.02.2010 Die digitalen und interaktiven Angebote der deutschen Zeitungen sind in den vergangenen zwei Jahren vielfältiger, individueller und attraktiver geworden. Dies ist Ergebnis einer Analyse des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV).

 (Bild: Andreas Praefcke)
Bild: Andreas Praefcke
Bild: Andreas Praefcke unter GNU-FDL
Der BDZV   hat jetzt in Kooperation mit der Münchener Fachjournalistin Julia Schmid eine aktualisierte Bestandsaufnahme zum Online-Dienstangebot deutscher Zeitungsverlage veröffentlicht. Untersucht wurden die Websites in Bezug auf Social Media, mobile Dienste, E-Paper, Online-Videos und Jugend-Websites. Danach bieten die Zeitungen derzeit 658 Websites   an - 22 mehr als 2008.

Drei Viertel der Sites setzen Videos ein

Der Einsatz von Videos auf den Verlags-Websites   ist seit 2008 um fast 100 auf nunmehr 498 deutlich gestiegen. Auffällig hier: Die Mehrheit der Verlage setzt auf selbstproduzierte Videos (59 Prozent), hinzu kommen Videoangebote aus dem Netzwerk der Onlinemarketing Service GmbH (OMS  ), die sich bei 44 Prozent der Verlage finden. Die OMS hatte im November 2008 ein eigenes Videonetzwerk für ihre angeschlossenen Zeitungen gestartet.

Der Einsatz von Video-Clips der Anbieter „RTV“ oder „Now on Screen“ (NOS) bleibt im Vergleich zur Analyse aus dem Jahr 2008 weitgehend konstant. Das Video-Format Flash hat sich durchgesetzt. Es sind kaum mehr andere Videoformate zu finden.

Vor zwei Jahren hatten die Verlage noch mehrheitlich Videos des niederländischen Anbieters „ZoomIn“ und anderer externer Dienstleister integriert. Auffällig gegenüber der aktuellen Analyse ist, dass sich nur noch auf 33 Prozent der ausgewerteten Websites Videoangebote von externen Anbietern finden. Stattdessen setzt die Mehrheit der Verlage auf selbstproduzierte Videos (59 Prozent).

"Mobil" ist oft mißverständlich

26 Prozent der Zeitungen bieten mobile Portale an. Bei 17 Prozent der Zeitungswebsites gibt es SMS-Dienste. Spezielle Applikationen für Smartphones ("Apps") offerieren derzeit noch wenige Verlage; hier sei in den nächsten Monaten mit Wachstum zu rechnen, erläutert der BDZV.

Das Wort „Mobil“ in der Navigationsleiste kann allerdings auch zu Missverständnissen führen: Bei einigen Angeboten verlinkt es auf das Automobil-Portal der Tageszeitung. Es gibt außerdem Fälle, bei denen sich hinter den angegebenen Schlagworten Verweise zu Mobilfunk-Partner verbergen, die einen speziellen Mobilfunk-Tarif bewerben.

Social Media ist bei zwei Dritteln der Angebote zu finden

Angesichts der rasant gestiegenen Bedeutung der sozialen Netzwerke erweitern immer mehr Verlage ihre Marken in die Social Communitys: 64 Prozent der untersuchten Zeitungswebsites verfügen über Social-Media Applikationen. Bei knapp 53 Prozent finden sich RSS-Feeds. 40 Prozent der Verlage pflegen einen Twitter-Account. Laut Übersicht setzen die Verlage bei den sozialen Netzwerken vor allem auf Facebook: Hier sind 17 Prozent mit einer eigenen Seite/einem eigenen Profil oder zumindest einer Gruppe vertreten. Einige Angebote weisen dabei mehr als 20.000 "Fans" auf. Umfangreiche Aktivitäten werden auch in den Netzwerken der zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrink zählenden VZ-Gruppe (StudiVZ, SchülerVZ, MeinVZ) unterhalten; hier sind 12 Prozent der Verlage aktiv.

E-Paper wächst

Die Entwicklung neuer EReader-Endgeräte gibt dem Thema E-Paper derzeit noch einmal neuen Schwung. In den vergangenen zwei Jahren wuchs die zahl der EPaper-Angebote deutscher Verlage   von 208 auf jetzt 455. Eine weitere Erkenntnis der Untersuchung ist, dass die EPaper-Angebote oft außerhalb der eigentlichen Navigationsleiste verlinkt werden. Sie befinden sich meist im Header beziehungsweise in der Meta-Navigation. Der Login erfolgt in der überwiegenden Mehrzahl über eine verschlüsselte Sicherheitsseite.

Im vierten Quartal 2009 zählte die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW  ) 85.000 verkaufte E-Paper pro Erscheinungstag. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal bedeutet dies ein Plus um 14 Prozent. Nutzer können zwischen 455 E-Paper-Angeboten wählen; im Jahr 2008 waren 208 faksimilierte digitale Ausgaben online abrufbar. Mit der Weiterentwicklung elektronischer Lesegeräte (E-Reader) könnte sich dieser Markt in Zukunft deutlich vergrößern, heißt es dazu vom BDZV.
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: