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E-Commerce geht als Gewinner aus Coronakrise hervor

09.04.2020 Eine von Detail Online   in Auftrag gegebene Kantar  -Studie zeigt, dass der Corona-Ausbruch die Verlagerung zum Online-Handel verstärkt - und zwar schneller als bisher prognostiziert wurde: Die Veränderung des Kaufverhaltens wird durch Corona innerhalb weniger Monate stattfinden statt wie erwartet in drei bis vier Jahren.

 (Bild: Hermes)
Bild: Hermes
Der Anteil der Verbraucher, die 50 Prozent oder mehr ihrer gesamten Einkäufe online tätigen, ist in den drei größten europäischen ECommerce-Märkten deutlich gestiegen. Darüber hinaus steigerte sich der Anteil der Verbraucher, die mehr als die Hälfte ihrer gesamten Einkäufe im Internet tätigen, seit dem Ausbruch von Covid-19 um 25 bis 80 Prozent. Sechs von zehn Verbrauchern sagen, dass sie auch nach der Pandemie ihr gestiegenes Online-Kaufverhalten beibehalten werden.

(Grafik: Kantar / Detail Online)
Somit wird der Corona-Ausbruch die Verlagerung vom stationären Einzelhandel in den Online-Handel schneller als bisher prognostiziert verstärken. 20 Prozent der Verbraucher gaben an, dass sie weniger in stationären Geschäften einkaufen, 9 Prozent, dass sie mehr online einkaufen und 32 Prozent, dass sie erwarten, ihren Anteil am Online-Shopping noch weiter zu steigern. Dieses sind nur einige Ergebnisse der aktuellen Kantar-Studie, die von Detail Online, einer europäischen ECommerce-Prüfungsgesellschaft, in Auftrag gegeben wurde.

In Folge der Krise hat die Mehrheit der Verbraucher ihr Kaufverhalten angepasst und ihre Ausgaben auf Grundbedarfsgüter wie Lebensmittel und rezeptfreie Medikamente beschränkt. Der Studie zufolge werden sich die Ausgaben für Kleidung, Haushalt, Möbel sowie Unterhaltungselektronik im Laufe des Jahres jedoch wieder stabilisieren. "Alle Marken sollten sich jetzt die Frage stellen: Sind meine Produkte sichtbar, wenn Verbraucher sie bei Online-Händlern suchen?", sagt Detail Online-Gründer Joakim Gavelin .

In der Studie geben etwa 80 Prozent der Verbraucher an, dass sie noch in diesem Jahr nicht lebensnotwendige Güter wieder online kaufen werden. In den beiden größten Kategorien, Kleidung und Haushaltselektronik, liegt dieser Wert bei 50 bis 60 Prozent.

Fazit der Studienautoren: 2020 ist nicht verloren. Es gibt ein riesiges Potenzial für Marken, um den Online-Verkauf in diesem Jahr noch zu steigern.
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