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Onlinehandel: Weihnachtsgeschäft lag im grünen Bereich
09.01.2009 Unter dem Strich waren die deutschen Onlinehändler mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäfts 2008 zufrieden. Dies bestätigt jetzt noch einmal ein Markt-Check der E-Commerce-Dienstleister von Oxid-eSales. iBusiness-Recherchen haben allerdings ergeben: Nicht alle Onlinehändler hatten Grund zum Jubeln.
20 Prozent der Online-Händler lagen hinter den Umsätzen des Weihnachtsgeschäftes 2007, 26 Prozent rechneten mit Umsätzen auf Vorjahresniveau, und für 54 Prozent der Online-Händler stiegen 2008 die Umsätze. Demnach hat die Gesamtstimmung nach dem euphorischen Weihnachtsgeschäft 2007 im letzten Jahr sogar noch zugelegt; lediglich die Wachstumsrate ist leicht zurückgegangen: 2007 bemerkten nur 12 Prozent einen Umsatzrückgang, für 28 ergaben sich keine Veränderungen gegenüber 2006. 60 Prozent der Händler verzeichneten ein Wachstum, davon ein Drittel sogar mit Wachstumsraten von zum Teil weit über 50 Prozent. Dieses obere Wachstumssegment ist auch dieses Jahr noch recht stark vertreten: Für 2008 geben 10 Prozent der Händler ein Wachstum von über 75 Prozent gegenüber 2007 an.
Doch schon im Vorfeld des letztjährigen Weihnachts-Peaks hatte eine iBusiness-Recherche gezeigt, dass vor allem kleinere Onlinehändlern wenig Freude am Weihnachtstrubel haben würden. Es sei festzustellen, dass einige KMUs derzeit einige Probleme hätten, das Weihnachtsgeschäft vorzufinanzieren, erklärte Dr. Albrecht von Sonntag , Geschäftsführer des Preisvergleichers Idealo.de . Zwar sei die aktuelle Marktentwicklung insgesamt positiv, aber schlechter als noch im Sommer. Diesen Trend konnte Rüdiger Biebl , Portalmanager bei Preisvergleich.de nur bestätigen. Im Zuge der Finanzkrise bekämen kleinere Webshops nicht die notwendigen Kredite, um ihren Einkauf vorzufinanzieren. Dies zeige sich besonders bei den Shops im Elektronik- und IT-Sortiment. Hier stünden einem hohen Finanzierungsaufwand nur geringe Margen entgegen, weshalb vor allem hier ein enormer Bedarf an Fremdkapital bestehe.
