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Wacken und die Marken: Hard Rock Branding

26.08.2022 Musikfestivals wie Wacken sind endlich wieder live - eine Chance für große Marken, aber auch für mittelständische Marketingverantwortliche. Wir melden uns direkt vom Festival - und erzählen über die Erfolgsgeschichten von Händlern, Waschmaschinen und Gummibärchen.

Die Deutsche Post schaffte es immerhin, dass bei W.O.A.2022 über 9.000 spezielle Postkarten von den Besuchenden verschickt worden sind. Allerdings keine aus Metall. (Bild: Deutsche Post)
Bild: Deutsche Post
Die Deutsche Post schaffte es immerhin, dass bei W.O.A.2022 über 9.000 spezielle Postkarten von den Besuchenden verschickt worden sind. Allerdings keine aus Metall.

Das schwarzgewandete und zahlungskräftige Publikum ist auch für Marken interessant, die deshalb die Nähe zum Wacken-Festival und dem Wacken-Logo suchen. Beim diesjährigen Wacken Open Air  , einem der größten Festivals der Welt mit 80.000 Besuchern, haben Metalheads über 9.000 speziell designte Postkarten sowie mehr als 13.000 passende Briefmarken mit dem offiziellen W:O:A-Logo gekauft.

Die Postkarten, die direkt an Ort und Stelle versandt wurden, wurden zudem mit einem Wacken-Sonderstempel versehen, der diese Postkarten zu einer Rarität und bleibenden Erinnerung macht. Ramzi Chakroun, Projektleiter "Wacken-Post" der Deutschen Post  , zieht eine positive Bilanz: "Unser Stand erfreut sich seit 2017 wachsender Beliebtheit. Wir kommen sehr gerne hierher, denn beim W:O:A begeistern sich die wildesten Metalheads auch für das traditionelle Postkarten-Schreiben."

Der B.Ä.R. ist eine rare Sonderedition. Ihre letzte Tüte hütet Frauke Schobelt eifersüchtig. (Bild: Haribo)
Bild: Haribo
Der B.Ä.R. ist eine rare Sonderedition. Ihre letzte Tüte hütet Frauke Schobelt eifersüchtig.

Die Kombination aus Event-Marke und Unternehmensmarke funktionierte dieses Jahr in Wacken auch schon im Vorfeld: Für Applaus in den sozialen Netzwerken sorgt in diesem Jahr die Kooperation mit Fruchtgummi-Hersteller Haribo  , der 2022 sein 100-jähriges Jubiläum feiert. Gemeinsam mit dem Wacken Open Air gibt die Marke zum Festival eine "hardcore limitierte" Sonderedition heraus - die 'Haribo Wacken Goldbären' in schwarz und rot mit Fassbrause-Geschmack. Die limitierten Wacken-Bären werden auf dem Festival, im Haribo Onlineshop und in Haribo-Stores verkauft. Auf den Packungen der Sonderedition wurde der Verzehrhinweis "zum Teilen" durch "Zum Headbangen" ersetzt - und ist laut Haribo als klare Aufforderung zu verstehen.

Im Videopodcast verrät Wacken-Reisende Frauke Schobelt Herausgeber Joachim Graf ihre Erfahrungen, wie Markenauftritte bei den 80.000 BesucherInnen ankommen - und welche Strategien dahinter stecken. Am Beispiel Kaufland   zeigen die beiden, wie Festival-Marketing ganzheitlich orchestriert über alle Kanäle funktioniert. Der Handelskonzern hatte 2019 auf dem Festival-Gelände einen großen Supermarkt installiert, den Metal Market.

Für Brandingaktionen im Festival-Umfeld ist vor allem ein strategisch durchgängiges Konzept ausschlaggebend: Will man eine Markenverjüngung erreichen, möchte man neue Touchpoints und Zielgruppen erschließen oder soll ein für potenzielle KundInnen überraschender Auftritt das Markenbild erweitern? Festivals erlauben durch ungewöhnliche Settings, innovative Angebote und Aktionen einen einzigartigen Rahmen für den Markenauftritt, sie sorgen dafür, dass man für das eigene Marketing neue Formen von Content generieren kann und sorgen für eine langfristige Markenawareness und Kundenbindung. Die beiden diskutieren, welche Voraussetzungen mittelständische Unternehmen mitbringen müssen, um auf dem Festivalmarkt erfolgreich zu sein, warum sie Agenturen einschalten sollten und warum ein authentischer Auftritt elementar wichtig ist.


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Thema: Wacken und die Marken: Hard Rock Branding

Kommentar von Frauke Schobelt

Marke Wacken nicht überdehnen

Viele nationale Marken präsentierten sich im August auf dem Wacken-Festival. Noch war es nicht zu viel des Guten. Aber das Wacken Open Air muss aufpassen, die Marke nicht zu sehr zu dehnen und zu viel dem Kommerz unterzuordnen. Vor allem die enge Bindung zur Region sollte das Festival bewahren.

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Redakteurin Frauke Schobelt (Hightext)
Bild: Hightext
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