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Big Data: Sieben von acht Unternehmen sind noch nicht soweit

13.08.2015 Erst jedes achte Unternehmen (13 Prozent) hat Big-Data-Analysen in seine Unternehmensprozesse integriert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Analysten- und Beratungshauses BARC  , die von Teradata   mitfinanziert wurde.

 (Bild: Pixabay / CC0)
Bild: Pixabay / CC0
Insgesamt bleiben europäische Unternehmen bei der Nutzung von Big Data deutlich hinter denen aus Nordamerika zurück. Dort sind entsprechende Initiativen in 28 Prozent der befragten Unternehmen ein Teil der Geschäftsprozesse. Nimmt man die Pilotprojekte hinzu, können mehr als die Hälfte der nordamerikanischen Unternehmen praktische Erfahrungen mit Big Data aufweisen. Europäische Unternehmen liegen mit 16, beziehungsweise 39 Prozent deutlich zurück. Noch hinter dem europäischen Durchschnitt liegt die DACH-Region. Hier sind Big Data in nur 14 Prozent der Unternehmen in die Prozesse integriert, Pilotprojekte setzen 20 Prozent um.


Fehlende Expertise als Haupthindernis

Als Probleme bei Big Data sehen 53 Prozent der Befragten mangelndes fachliches, 48 Prozent zu wenig technisches Wissen. Folgerichtig plant ein knappes Drittel der Unternehmen mit Big Data-Projekten, in diesem Bereich neue Stellen zu schaffen - ein Vorhaben, für das laut BARC bislang noch zu wenig Experten zur Verfügung stehen. Ein weiteres Hemmnis bei der Nutzung großer Mengen polystrukturierter Daten sind die Themen Datenschutz und Datensicherheit. Diese nennen jeweils knapp die Hälfte der Befragten.


Der Chef macht den Unterschied

Ein weiterer Grund für die relativ geringe Zahl an Big Data-Projekten liegt offenbar bei den Führungskräften. In Unternehmen, in denen Big Data schon Teil der Prozesse ist, nennen 61 Prozent das Management als Vordenker und Treiber dieser Initiativen. Hingegen bleiben Fachbereiche BARC zufolge bislang passiv und starten Big Data-Projekte deutlich seltener. Soll Big Data im Unternehmen genutzt werden, müssen also die Führungskräfte tätig werden, um Abteilungen und Fachbereiche zu aktivieren.

Während die Fertigungsbranche bei Big Data noch am Anfang steht, sind andere Branchen schon deutlich weiter. Im Handel sind Big Data in 28 Prozent der Unternehmen Bestandteil der Geschäftsprozesse, im Finanzsektor immerhin bei einem Fünftel. Weitere 18 Prozent der Handelsunternehmen nutzen Big Data im Rahmen eines Pilotprojekts, Finanzunternehmen kommen hier auf 22 Prozent. Und auch in Industrieunternehmen findet langsam ein Umdenken statt: Mit 24 Prozent weist die Branche den höchsten Anteil an Pilotprojekten auf.

Hauptaugenmerk gilt dem Kunden

Am häufigsten sind geplante oder bereits laufende Big Data-Analysen in den Bereichen Marketing (25 Prozent) und Vertrieb (23). Da verwundert es kaum, dass in den Antworten auf die offene Frage nach konkreten Einsatzszenarien der Begriff "Kunde" mit Abstand am häufigsten fällt. Die Unternehmen möchten mit den umfangreichen Daten, die ihnen verschiedene Quellen liefern, ein möglichst umfassendes Bild des Kunden generieren. Aber auch weitere Unternehmensbereiche wie Finanzen und Controlling, IT sowie die Produktion sind mit jeweils etwa einem Fünftel relativ häufig vertreten.

Big Data-Analysen zahlen sich aus: Die Ergebnisse der Studie lassen keinen Zweifel daran, dass Big Data-Analysen entscheidend zur Wertschöpfung beitragen. So führen Big Data-Initiativen bei 69 Prozent der Befragten zu besseren strategischen Entscheidungen und mehr als die Hälfte gab an, operative Prozesse besser steuern zu können. Etwa ein Drittel der Befragten konnte das Ergebnis der Initiativen konkret beziffern: Im Schnitt erbrachten die Big Data-Initiativen eine Umsatzsteigerung von 13 Prozent und eine Kostenersparnis von 16 Prozent.
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