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Big Data: Unternehmenskultur wichtiger Erfolgsfaktor

03.09.2015 Big Data-Analysen sind gerade im Handel von großem Nutzen und bringen einen hohen Return-on-Invest. Für den Erfolg sind aber weniger die Werkzeuge, sondern die Unternehmenskultur entscheidend.

 (Bild:  r2hox/Flickr)
Bild: r2hox/Flickr
Bild:  r2hox/Flickr unter Creative Commons Lizenz by-sa
Big Data lohnt sich, jedenfalls wenn das Management entsprechende Neuerungen unterstützt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie    von Forbes Insights  , die der Big-Data-Spezialist Teradata   sowie das Beratungshaus McKinsey   sponserten. Für die Studie befragte Forbes Insights 316 Entscheidungsträger auf Senior-Ebene, die für führende Unternehmen aus sechs Branchen im Bereich Daten und IT tätig sind. Die Studie untersuchte den Einfluss von Big Data-Projekten auf die Unternehmenskultur und den Arbeitsalltag.

Die Mehrheit der Befragten berichtet von erheblichen Investitionen in Big-Data-Analytics, aber auch über eine hohe Rentabilität dieser Lösungen. Rund 90 Prozent der Unternehmen haben mittlere bis hohe Investitionen vorgenommen, etwa ein Drittel spricht von "sehr bedeutenden" Investitionen. Rund zwei Drittel der Befragten bestätigen, dass ihre Big-Data- und Analytics-Projekte signifikante, messbare Auswirkungen auf den Umsatz hatten.

Jeder fünfte Befragte hält Big-Data-Analysen für den wichtigsten Faktor, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Für 38 Prozent gehört Big Data zu den fünf wichtigsten Themen überhaupt.

Allerdings schätzen die Manager in den sechs untersuchten Branchen das Potenzial von Big Data unterschiedlich ein. Am höchsten wird es im Einzelhandel bewertet. Sie sehen Big Data und Analytics als Schlüssel zu Wettbewerbsvorteilen. Die Studie zeigt, dass Big Data Innovationspotenziale in drei wesentlichen Bereichen fördert:
  • Bei der Schaffung neuer Geschäftsmodellen (54 Prozent),
  • der Gestaltung neuer Produktangebote (52 Prozent) und
  • bei der Verwendung von Daten für andere Unternehmen (40 Prozent).

Unternehmenskultur ist entscheidend

Die Spitzenunternehmen, die Big Data und Analytics eine hohe Bedeutung zumessen, gaben an, dass die Unterstützung durch das Top-Management entscheidend ist. So kümmern sich in mehr als der Hälfte der Unternehmen, in denen Big Data als wichtigster Faktor für Wettbewerbsvorteile gesehen wird, die CEOs persönlich um Big Data-Projekte. Bei den Unternehmen, die Big Data als einem der fünf wichtigsten Themen erhebliche Zeit und Aufmerksamkeit widmen, findet man den Förderer solcher Projekte typischerweise in der zweiten Managementebene.

Die Studie zeigt aber auch, dass es noch viele Hindernisse gibt, vor allem in Bezug auf Unternehmenskultur, Strategie und operative Umsetzung. Mehr als die Hälfte der Befragten hält die Etablierung einer Unternehmenskultur, die Datenanalysen in den Vordergrund rückt, für die größte Barriere. Das lässt darauf schließen, dass das Konzept eines datenbasierten Ansatzes heute noch nicht überall verbreitet ist. Als weitere kulturelle Herausforderung nannten die Befragten, dass der Einsatz von Daten nicht belohnt und Experimentierfreude und Kreativität nicht gefördert werde.

Von den Big-Data-Projekten profitieren insbesondere die Unternehmen, die sich nicht nur mit Transaktionsdaten befassen, sondern viele unterschiedliche Datentypen auswerten. Unter den am häufigsten genannten Datentypen sind Standort-Daten von Endgeräten, die mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen sammelt, gefolgt von unstrukturierten Textdaten wie aus E-Mail-Nachrichten, Präsentationen, Word-Dokumenten oder Textnachrichten. Führende Unternehmen werten diese neuen Daten nicht einfach nur aus. Vielmehr verknüpfen sie strukturierte und multistrukturierte Datensätze in einer Analyse-Umgebung und erhalten so Erkenntnisse, die die Grundlage für Innovationen sind.
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