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Joachim Graf (Bild: Sebastian Halm)
Bild: Sebastian Halm
Joachim Graf

Warum Kindle sich durchsetzen wird

30.01.2012 - Spätestens seit seinem Kindle hat sich Amazon   als der vierte relevante Player im Kampf um die Vorherrschaft im Internet etabliert. Der ECommerce-Riese kombiniert die Vorteile von Apple   mit denen von Google  , wie ein transkontinentaler Test belegt. Aber nicht nur der.
Ich muss gestehen. Ich habe mich geirrt. Im Oktober 2002 habe ich unter der Überschrift Mediale Totgeburt geschrieben: "Es ist eine tolle Idee gewesen. Wir schaffen die Bücher ab. Nein, nicht den Lesestoff. Nur die Bücher, die mit Druckerschwärze auf tote und zermahlene Bäume gedruckt werden. Die Platz in Bücherschränken beanspruchen. Die vollstauben. Die Flohmarktkisten und Kellerräume füllen. Wir schaffen die unsauberen, analogen Bücher ab. Und setzen an ihre Stelle das logische, das antiseptische, das praktische Digitalbuch. Hip und interaktiv. Bequem überallhin mitzunehmen. Und ebenso unauffällig zu entsorgen, wie sein ganzes Digitalleben lang unauffällig war. Es ist eine tolle Idee gewesen. Nur schade, dass sie dann den Kontakt mit dem realen Leben nicht überstand. Kein Mensch will digitale Bücher. Das wird nicht funktionieren. Nie."


Seit diesem Monat muss ich sagen: "Nie" ist ein großes Wort, wenn man es im Abstand eines Jahrzehnts betrachtet. Denn das Badewannen-Paradigma, mit dem ich hergeleitet habe, dass Smartphone und Tablet durchaus alltagstauglich sind, gilt auch für den Kindle von Amazon  . Um dieses dem geneigten Leser zu beweisen, bin ich extra auf einen anderen Kontinent gereist (eigentlich: Drei Wochen Ägyptenurlaub über Silvester - aber das nur am Rand).

Das Badewannen-Paradigma
Jede Technik wird erst dann massentauglich, wenn sie ihre Magie verloren hat und auf die banalst-mögliche Art eingesetzt wird

Bislang speiste sich mein Das-wird-nie-funktionieren-Ansatz bei EBook-Readern ("G

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