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Studie: Jeder dritte Internetnutzer übt sich als Verkäufer
04.10.2007 Laut einer aktuelle Umfrage nutzt bereits jeder dritte Onliner in Deutschland das Internet, um selbst Waren zu verkaufen. Interessant: Je nach Alter, Bildung und Geschlecht variiert der Anteil der Online-Verkäufer in Deutschland stark. Generell aber gilt: Je länger ein Nutzer surft, umso eher wird er auch als Verkäufer im Web aktiv.
Im Vergleich zum Online-Einkauf ist der Online-Verkauf unter deutschen Internetnutzern zwar noch nicht so beliebt. Ein Drittel (34 Prozent der Befragten) der befragten Internetnutzer aber hat schon einmal selbst Waren im Internet verkauft oder angeboten. Interessant: Beim Online-Verlauf sind Männer deutlich aktiver als Frauen. So nutzen 38 Prozent der männlichen Internetnutzer das Web, um Waren zu veräußern. Bei den Frauen liegt dieser Wert dagegen nur bei 30 Prozent.
Auch ja nach Alter gibt es Unterschiede: Unter den Männern bis 34 Jahren verkaufen 45 Prozent selber Artikel im Internet. Bei Frauen derselben Altersgruppe liegt dieser Anteil nur bei 33 Prozent. Bei der Gruppe der Über-60-Jährigen Männer halbiert sich der Anteil auf 20 Prozent und bei Frauen ab 60 Jahren sind es nur noch 12 Prozent.
Neben dem Alter spielt auch Bildung eine große Rolle im Unterschied der Online-Nutzung: Je höher die formale Bildung, desto eher wird der Online-Marktplatz zum Verkauf genutzt. Während 88 Prozent der Befragten mit Hochschulreife und 74 Prozent jener mit Mittlerer Reife das Internet nutzen, sind es bei Hauptschülern mit Lehre unterdurchschnittliche 44 Prozent und bei Hauptschülern ohne Lehre lediglich 25 Prozent.
Grundsätzlich gilt außerdem: Nutzer, die mehr Zeit online verbringen, verkaufen auch eher online. 49 Prozent all derjenigen, die mehr als zehn Stunden pro Woche im Netz unterwegs sind, haben schon mindestens einmal etwas online angeboten, während es bei den Wenig-Surfern nur 20 Prozent sind.
Wenig Änderungen gibt es in der Art der Internet-Nutzung im dritten Quartal 2007: 53 Prozent der Befragten wickeln ihre Bankgeschäfte online ab. 39 Prozent rufen Politik- und 34 Prozent Wirtschafts-/Börsennachrichten online ab. 35 Prozent informieren sich im Internet über Versicherungen und Online-Brokerage betreiben neun Prozent.
Im dritten Quartal waren zwar 70 Prozent der Männer online, aber lediglich 54 Prozent der Frauen. Und auch die Ost-West-Unterschiede sind weiter nicht unerheblich: Im Westen nutzen 63 Prozent das World Wide Web, im Osten hingegen erst 55 Prozent.
Ein hohes Entwicklungspotenzial bergen nach wie vor die Menschen ab 60 Jahren: In dieser zahlenmäßig sehr großen Gruppe nutzt erst jeder Vierte (24 Prozent) das Internet. Bei den 50- bis 59-Jährigen sind es schon 68 Prozent und bei den 40- bis 49-Jährigen 76 Prozent. Noch höher ist der Anteil der Internet-Nutzer unter jüngeren Menschen: Bei den 30- bis 39-Jährigen liegt er bei 84 Prozent, bei den 25- bis 29-Jährigen bei 91 Prozent und bei den 18- bis 24-Jährigen bei 94 Prozent.
Die Quartalsdaten basieren auf repräsentativen telefonischen Befragungen der Forschungsgruppe Wahlen von insgesamt 3.650 Deutschen ab 18 Jahren zwischen dem 17.07. und 13.09.2007.
