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Nielsen: Online und Mobile sind Wachstumstreiber des deutschen Werbemarkts
16.07.2014 Rund 13,2 Milliarden Euro investierten Unternehmen in Deutschland im ersten Halbjahr 2014 brutto für die Bewerbung ihrer Produkte und Services - 4,9 Prozent mehr als vor einem Jahr. Vor allem die Ausgaben in mobile Werbung schnellten laut den aktuellen Zahlen vom Marktforscher Nielsen in die Höhe: Sie verdoppelten sich im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum.
- Onlinewerbung: Sie lag um 7,3 Prozent über dem Vorjahresergebnis, was einem Bruttowerbedruck von 1,6 Milliarden Euro entspricht.
- Darin enthalten ist auch die Werbung auf mobilen Endgeräten, die allein rund 72 Millionen Euro im ersten Halbjahr generierte - doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Insbesondere Kaufhäuser entdeckten laut Nielsen in den vergangenen sechs Monaten diese Werbeplattform für sich neu.
- Das Medium TV verbuchte knapp 6 Milliarden Euro brutto für die Vermarktung seiner Werbeplätze. Dies entspricht einem Plus von 8,6 Prozent.
- Die Kinowerbung beläuft sich - trotz starker unterjähriger Schwankungen - nach sechs Monaten auf 46 Millionen Euro, was einem Plus von 4,9 Prozent entspricht.
- Für Out-of-Home-Werbung summiert sich der Gesamtumsatz auf 737 Millionen Euro brutto, wobei sich hier insbesondere der Juni als werbestarker Monat gezeigt hat, in dem allein die Plakatwerbung einen Zuwachs von rund 22 Prozent verbuchen konnte.
Auf dem absinkenden Ast im Jahresvergleich oder zumindest unterhalb des Gesamtwachstums lagen:
- Printwerbung: Rund 4,1 Milliarden Euro flossen in Printwerbung, die damit das Niveau des Vorjahres hielt.
- Dazu gehören die Fachzeitschriften mit einem minus von 3,4 Prozent (198 Millionen Euro).
- Die Zeitungen konnten mit einem Wachstum von 0,4 Prozent und 2,2 Milliarden Euro ein überraschend solides Ergebnis verbuchen.
- Die Publikumszeitschriften hielten sich mit minus 0,2 Prozent nicht ganz auf Vorjahresniveau (kumuliert 1,7 Milliarden Euro).
- Ähnlich entwickelte sich die Radiowerbung: Sie schrumpfte leicht um 0,3 Prozent und kam demzufolge im ersten Halbjahr auf 792 Millionen Euro.
Interessant im ersten Halbjahr war dass der Monat Juni trotz Fußball-WM besonders schwach ausfiel und mit nur 2 Milliarden Euro Werbeinvestitionen leicht ins Minus (minus 1,6 Prozent) rutschte. Der Mai dagegen war mit rund 2,5 Milliarden Euro und einem Plus von 11,6 Prozent der werbestärkste Monat des ersten Halbjahres. Vor allem die Lebensmittel- und die Bekleidungsindustrie sowie die Automobilhersteller steigerten ihre Werbeausgaben im Vergleich zum Vorjahr. Rückläufig entwickelten sich die Bruttowerbeausgaben für Finanzdienstleistungen, Mobilfunk, Bier und Süßwaren.
