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Smart City

Fehlende Digitalisierung macht Städte unattraktiv

01.06.2021 Ein Viertel der Jüngeren könnte bei zu langsamer Digitalisierung wegziehen. Mehrheit glaubt, dass die eigene Stadt oder Gemeinde die Digitalisierung bisher verschlafen hat.

 (Bild: Jon Simon/Feature Photo Service for IBM)
Bild: Jon Simon/Feature Photo Service for IBM
Die Digitalisierung von Städten und Gemeinden könnte sich in den kommenden Jahren zu einem wichtigen Standortfaktor entwickeln - und analoge Orte vor ernsthafte Probleme stellen. So gibt ein Viertel (26 Prozent) der 16- bis 29-Jährigen an, dass eine zu langsame Digitalisierung am Heimatort ein möglicher Umzugsgrund ist. Unter den 30- bis 64-Jährigen beträgt der Anteil 22 Prozent. Nur für die Älteren ab 65 Jahren spielt die Digitalisierung bei der Wohnortentscheidung praktisch keine Rolle (4 Prozent). Das ist das Ergebnis einer telefonischen Befragung von 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im Auftrag des Digitalverbands Bitkom  .

Zugleich sagt eine deutliche Mehrheit (58 Prozent), die eigene Stadt oder Gemeinde habe bislang die Digitalisierung verschlafen. Nur rund ein Drittel (36 Prozent) gibt an, im Alltag bereits von der Digitalisierung der eigenen Stadt oder Gemeinde zu profitieren.

Ein Fünftel lehnt mehr digitale Technologien ab

Am Widerstand der Bevölkerung dürften die wenigsten Digitalisierungsprojekte scheitern. Nur ein Fünftel (20 Prozent) möchte nicht, dass in der eigenen Stadt oder Gemeinde mehr digitale Technologien zum Einsatz kommen. Die größte Ablehnung gibt es unter den Seniorinnen und Senioren ab 65 Jahren, aber auch dort ist die Digitalisierungs-Skepsis mit 27 Prozent eine Minderheitenposition.

50 deutsche Städte auf dem Weg zur Smart City
50 deutsche Städte auf dem Weg zur Smart City (Grafik: Bitkom)


Von der Smart City als Sammelbegriff für den Einsatz digitaler Technologien am Heimatort hat mit 75 Prozent eine deutliche Mehrheit bereits gehört oder gelesen. Allerdings können nur 18 Prozent nach eigener Einschätzung gut erklären, was sich dahinter verbirgt, etwa von Verwaltungsdienstleistungen auf Online-Portalen der Kommune über freies WLAN bis hin zur intelligenten Verkehrssteuerung. Ein Drittel (35 Prozent) weiß in etwa, was eine Smart City ist. Und ein Fünftel (21 Prozent) hat zwar davon gehört oder gelesen, weiß aber nicht genau, worum es sich dabei handelt.
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