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Was Marketer von Interaktiv-Agenturen erwarten

10.10.2008 Welche Kompetenzen sich deutsche Unternehmen von ihren Agenturen wünschen und wo die Interaktiven in europäischen Nachbarländern einen günstigen Markteinstieg erwarten können, zeigt eine aktuelle Sapient-Studie. iBusiness hat sich die Wunschliste der möglichen neuen Auftraggeber angesehen.

 (Bild: SXC.hu/Steve Woods)
Bild: SXC.hu/Steve Woods
In der Schweiz geht was, falls die eigenen Auftragsbücher noch nicht voll genug sind. Und hierzulande sind die Unternehmen von ihren Agenturpartnern im europäischen Vergleich am zufriedensten.

In einer aktuellen Studie von Sapient   in Zusammenarbeit mit den Marktforschern von Redshift Research  wurden zwischen Juli und August 500 europäische Firmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern nach der Anforderungen an ihre aktuelle oder künftige Agentur gefragt. Neben den Marketingverantwortlichen aus Großbritannien, der Schweiz, Schweden und den Niederlanden äußerten sich auch deutsche Marketingmanager.

Gute Nachricht für Interaktive: In den kommenden zwölf Monaten will jede vierte deutsche Unternehmen eine Agentur mit größerer Erfahrung im Interaktiv-Bereich engagieren oder hat dies getan.
Europaweit sollen die digitalen Marketingmaßnahmen innerhalb eines Jahres von 20 Prozent auf 29 Prozent ansteigen. Hierzulande stellen die Unternehmen aber durchweg drei Bedingungen, die ihre Stamm- oder neue Agentur für digitales Marketing mitbringen muss:

  • Markenverständnis (85 Prozent der Nennungen)
  • Kreativ-Dienstleistungen (81 Prozent der Nennungen)
  • Verständnis für das Verhalten der Konsumenten (79 Prozent der Nennungen) sind die Anforderungen an die Agenturen.


Wer hierzulande einen neuen und attraktiven Auftraggeber sucht, hat es schwerer als in den Nachbarländern. Und das aus einem guten Grund: In Deutschland ist sich die Mehrheit der Unternehmen sicher, dass ihre derzeitige Agentur gut für interaktive und digitale Medien gerüstet ist (65 Prozent sind "extrem sicher"). Wenn es hier nicht klappt, scheint die nahe Schweiz ein guter Markt zu sein, denn im europäischen Vergleich haben derzeit Schweizer Firmen am wenigsten Vertrauen in ihre aktuelle Agentur, wenn es um digitale Medien geht: 35 Prozent der befragen Unternehmen waren sich unsicher, ob ihre derzeitige Agentur im Bereich Digital/Interaktive gut aufgestellt ist.

Auch kurz vor der virulent werdenden Finanzkrise sahen die Befragten einen enormen Anstieg digitaler Marketingmaßnahmen heraus. Für Deutschland wird ein Zuwachs von rund 66 Prozent erwartet - der höchste Anstieg unter den befragten Nationen. Die der Schweiz (42 Prozent), Großbritannien (26 Prozent), Schweden (22 Prozent) und die Niederlanden mit nur 17 Prozent folgen. Durchschnittlich werden 45 Prozent Anstieg erwartet.

Die schweizerischen und deutschen Firmen haben momentan das größte Interesse an Social Networks. Um mit ihren Konsumenten in Kontakt zu treten, erwarten 75 Prozent der Marketing-Fachleute von den Agenturen den Einsatz von 'Pull'-Interaktionen - also beispielsweise Online-Communities wie Facebook   - statt der traditionellen 'Push'-Kampagnen. Die Studie zeigt, dass das Interesse der Marketer am Einsatz von Social Networks im digitalen Marketing derzeit in Großbritannien am geringsten ist (22 Prozent), während Unternehmen in der Schweiz (42 Prozent) und in Deutschland (35 Prozent) das größte Potenzial im Marketing über soziale Netzwerke sehen.

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