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DACH-Studie: Social-Media-Management gewinnt an Bedeutung
27.04.2023 Die Geschwindigkeit auf den Plattformen ist die größte Herausforderung für das Social-Media-Management. Ein Großteil der Verantwortlichen fühlt sich von der Schnelllebigkeit von Social Media aktuell überfordert und setzt auf Automatisierung: Kernergebnis einer Studie zum Status quo des Social-Media-Managements in der DACH-Region.
Dabei zeigt sich auch die gestiegene Bedeutung von Social Media. Interessanterweise sind Social Media Manager nicht nur über ihren Wert im Unternehmen im Bilde, sondern auch in die strategische Planung eingebunden. Ihre größte Herausforderung? Die Schnelllebigkeit der sozialen Medien, während sie sich nach mehr Budget und Ressourcen sehnen, um ihre Arbeit noch besser ausführen zu können.
Wichtigste Währung bleiben die Interaktionen. 62 Prozent der Befragten messen ihren Erfolg daran. Grund dafür ist auch, dass Kommentare, Shares und Likes am besten in die Geschäftsleitungen kommunizierbar sind. Erfolgsversprechender wären allerdings Performance, Leads und Conversions.
Das Festhalten an der herkömmlichen Erfolgsmessung zeugt von einem Wissensdefizit bezüglich des Beitrags, den Social Media zum Unternehmenserfolg leistet. "Die Erfolgsmessung per Engagement, Interaktion, Klicks und Click-Through-Rates lassen sich leicht und präzise ablesen, ähnlich wie die Anzahl der Fans und Follower. Es passt ins stressige Business der Social Media ManagerInnen, diese leicht greifbaren Zahlen heranzuziehen, die wiederum plakativ weiterkommuniziert werden können, beispielsweise an Vorgesetzte. Mich hätte eher überrascht, wenn das Ergebnis anders ausgefallen wäre", sagt Dr. Rosemarie Nowak dazu.
Prof. Dr. Christian Rudeloff ist überzeugt: "Ausgeklügelte Erfolgsmessungen werden in Kommunikationsabteilungen häufig vernachlässigt. Vielleicht können wir eine Trendwende erwarten, eine passende Erfolgsmessung für Social Media durchzuführen steht bei den Herausforderungen der Befragten an dritter Stelle."
Wichtigstes Ziel für Social Media ManagerInnen ist laut Studie weiterhin die Brand Awareness. Dabei verändert sich die Rolle von einzelnen Plattformen. Linkedin gewinnt demnach stetig an Bedeutung als Business-Plattform, das Gegenteil gilt nach Aussage der Studien-TeilnehmerInnen für Xing. Unverzichtbar ist nach Ansicht fast aller Unternehmen die eigene Website. Für 97 Prozent aller Befragten ist sie der zentrale Punkt der Customer Journey. Ähnlich gesetzt ist für viele Instagram. TikTok wird - sollte es keine gesetzlichen Einschränkungen geben - immer stärker genutzt werden. Twitter ist dagegen angesichts der zahlreichen Turbulenzen und Unsicherheiten auf dem absteigenden Ast.
Das Social Media Management ist inzwischen etablierter Teil der Kommunikationslandschaft. Von 85 Prozent der Social-Media-Verantwortlichen werden Vorschläge zur strategischen Planung immer oder meistens umgesetzt. 85 Prozent sind davon überzeugt, die Herausforderungen sehr oder eher gut zu bewältigen. Und doch sind sich die Social-Media-Verantwortlichen noch immer nicht einig, ob ihr Aufgabengebiet zum Gesamtunternehmenserfolg beiträgt.
Social-Media-Verantwortliche professionalisieren sich, sind relevante KommunikatorInnen und MultiplikatorInnen. Auch wenn strategische Tätigkeiten für Social-Media-Verantwortliche bedeutend sind, steht aber weiterhin zumeist das Tagesgeschäft im Fokus, was auch mit der Schnelllebigkeit des Bereichs zu tun hat. Die Automatisierung der Content-Produktion und -Distribution nimmt zu. Basierend auf datengesteuerten Vorlagen werden Creative Assets für Zielgruppen generiert und automatisiert in allen Formaten ausgespielt. Der Fokus liegt auf der Entwicklung innovativer Strategien und kreativer Konzepte.
