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Studie: Mittelständischer Handel setzt auf Beratung statt auf Online

17.07.2014 Die meisten kleineren Einzelhändler in Deutschland betreiben noch immer keinen Onlineshop. Der Konkurrenz aus dem Internet und durch große Filialisten versuchen sie mit besserer Beratung entgegenzutreten. Dies besagt eine Umfrage des ECC Köln   unter 400 Einzelhändlern der Industrie- und Handelskammern.

Mit guten Service wollen kleine Einzelhändler dem Druck aus dem Netz trotzen. (Bild: Pixarbay / Public Domain)
Bild: Pixabay / Public Domain
Mit guten Service wollen kleine Einzelhändler dem Druck aus dem Netz trotzen.
In der Studie Handel im Mittelstand: Wohin geht die Reise? - Status quo und Perspektiven des KMU-Handels in Deutschland   zeigt sich: Aktuell betreiben sechs von zehn Händlern keinen eigenen Onlineshop und planen dies auch in Zukunft nicht. Haupthinderungsgründe sind der zeitliche Aufwand und die anfallenden Kosten. Rund acht Prozent der Händler sind dabei online gar nicht präsent und verfügen nicht einmal über eine Unternehmenswebsite. Obwohl knapp die Hälfte der befragten Händler in sozialen Medien aktiv ist - insbesondere zur Verbreitung von Produktinformationen - bleibt in Sachen Online-Präsenz des Einzelhandels also noch Luft nach oben.

Mit der Serviceoffensive gegen den Frequenzrückgang

Schon jetzt beobachten 60 Prozent der Befragten mit Geschäftsstellen in Innenstädten eine rückläufige Kundenfrequenz. Unter den in Vororten ansässigen Händlern trifft dieses Problem rund jeden Zweiten. Die Mehrheit der Befragten plant jedoch aktiv zu werden, um auch in Zukunft Kunden ins stationäre Geschäft zu locken.

Einschätzungen von KMU-Einzelhändlern zur Zukunft des Handels
Einschätzungen von KMU-Einzelhändlern zur Zukunft des Handels (Grafik: ECC Köln) Quelle: http://www.ifhkoeln.de/News-Presse/Mittelstaendischer-Handel-im-Fokus-Beratung-im-Zentrum-Online-
Dabei setzen sie vor allem auf die Stärken des stationären Einzelhandels: Hochwertige Beratung sowie ein emotionales Einkaufserlebnis. Diese Services sehen die Studienteilnehmer als klaren Vorteil und blicken entsprechend positiv in die Zukunft: Rund 63 Prozent glauben nicht, dass Onlineshops dem stationären Handel in puncto Einkaufserlebnis zukünftig das Wasser reichen können.

KMU sehen großes Potenzial in Mobile

Rund 94 Prozent der befragten Händler erwarten, dass die Bedeutung mobiler Endgeräte zunehmen wird, zum Beispiel durch Mobile Payment in stationären Geschäften (48 Prozent). Dennoch verfügen aktuell nur 44 Prozent über eine mobil optimierte Website. Zudem glaubt nur jeder Zweite, dass ausschließlich Händler, die auf Multichannel-Kundenansprache setzen, dauerhaft erfolgreich sein werden. "Das ist ein erschreckend geringer Anteil", sagt Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln  . "Aktuelle Studien zeigen deutlich, dass ein Großteil der Kunden schon heute während eines Kaufvorgangs nahtlos von einem Kanal zum nächsten wechselt."
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