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Produzierende Unternehmen: Wer internationalisiert, nutzt verstärkt Big Data
23.10.2015 Die mittelständische Fertigungsindustrie nutzt Big Data deutlich stärker als noch vor einem Jahr. Das geht aus dem aktuellen IT Innovation Readiness Index von Pierre Audoin Consultants (PAC) im Auftrag der Freudenberg IT hervor.
Durch eine Querverbindung zu anderen Studienergebnissen lässt sich etwa der vermehrte Big-Data-Einsatz zur Auswertung von Absatzzahlen als Folge der zunehmenden Internationalisierung deutscher Fertigungsunternehmen interpretieren. Denn laut Umfrage wird das Thema Internationalisierung und Globalisierung in der Zielgruppe derzeit als eine der größten Herausforderungen wahrgenommen.
PAC geht deshalb davon aus, dass Big-Data-Analysen von Absatzdaten, die auf immer komplexeren Vertriebswegen global generiert werden, in der mittelständischen Fertigungsindustrie langfristig zunehmen werden.
Den höchsten Anstieg - nämlich von 27 auf 42 Prozent - verzeichnet die jährlich durchgeführte PAC-Untersuchung bei der Analyse von Fertigungsdaten für eine vorausschauende Wartung. Aus Sicht der Studienautoren überrascht dieser Wert nicht, denn eine analysegestützte Wartungsplanung vermeidet Stillstände im
Maschinenpark, verbessert die Auslastung und spart somit Kosten. Die Prognose: Im Zuge der Weiterentwicklung der Produktion in Richtung Industrie 4.0 werden Big-Data-Lösungen neben Auftrags-, Absatz- und Bestandsdatenanalysen künftig vor allem auch auf der Fertigungsebene zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Offenbar wächst im Mittelstand das Bewusstsein für das
weitreichende Big-Data-Potenzial. Dafür spricht nicht zuletzt die gesunkene Skepsis gegenüber dem Nutzen entsprechender Lösungen. Dieser Vorbehalt sank im Vergleich zu 2014 von 32 Prozent auf aktuell 24 Prozent. Wie schon im Vorjahr benannten allerdings fast 60 Prozent der Studienteilnehmer hohe Investitionskosten als Haupthemmnis für einen zeitnahen Big-Data-Einsatz.
