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Technology-Watch: Medizinischer 3D-Druck als Open Source

23.02.2016 3D-Druck-Anwendungen werden schon bald auf dem Gebiet der Medizin für Disruptionen sorgen, indem sie Medikamente günstiger und bisher nicht synthetisierbare Stoffe einfach verfügbar machen - und das zum Teil als Open-Source-Anwendungen.

Der 3D-Drucker von Ourobotics (Bild: Ourobotics)
Bild: Ourobotics
Der 3D-Drucker von Ourobotics

Die Bioprinting-Firma Ourobotics etwa arbeitet an einem Drucker, der biologische Materialien und Strukturen erstellen kann: Mittels frei verfügbarer Bauanleitungen kann dieser Drucker für unter 900 Euro selbst nachgebaut werden. Zunächst soll er Zellen und Gewebe drucken. Doch auch die Zukunftsmusik ausdruckbarer Organe zur Transplantation ist für die Entwickler langfristig gesehen durchaus ein realistisches Szenario.

Und die einfache Herstellung von dringend benötigten Materialien im 3D-Druck wird voraussichtlich nicht nur der Kooperation unter Forschern einen Turbo einbauen und den medizinischen Fortschritt beschleunigen - es ließen sich auch teure biologische Materialien auch in armen Ländern zu erschwinglichen Preisen verfügbar machen.

Ebenfalls der Beschleunigung von Forschung soll der 3D-Drucker des amerikanischen Arztes Martin Burke dienen: Dessen chemische Synthesemaschine kann schnell Stoffe und Medikamente ausdrucken, deren Herstellung eigentlich deutlich länger dauert. Indem durch Automatisierung also große Mengen der Ressource Zeit freigesetzt werden, sollen Forscher den Freiraum erhalten, sich ausgiebiger der Entwicklung neuer Medikamente widmen zu können.

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