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Nach Books on Demand kommt Paperback on Demand
22.07.2008 Bücher nach Kundenwunsch zu drucken, ist zeitaufwendig und der Kunde muss auf sein individuelles Buch warten. Damit könnte jetzt Schluss sein, wenn sich Paperback on Demand durchsetzt.
In wenigen Minuten produziert eine Espresso Book Machine aus einer Datei auf dem Computer ein fertiges Taschenbuch. Laut Hersteller dauert die Produktion eines 300 Seiten dicken Buches etwa drei Minuten. "Wir sehen in der Espresso Book Machine einen zusätzlichen Vertriebskanal, über den unsere Titel vor Ort für den Kunden verfügbar gemacht werden", sagt Moritz Hagenmüller , Geschäftsführer von Books on Demand. "Buchhandlungen und Bibliotheken können auf diese Weise ihr Sortiment stark erweitern und auch Nischen- und kleinauflagige Titel wirtschaftlich anbieten."
Insgesamt sollen rund 70.000 Titel aus dem eigenen Sortiment, Titel von Lightning Source und weiteren Verlagen angeboten werden. Mit dabei sind auch die Werke von rund 10.000 Books-on-Demand-Autoren sowie vergriffene Titel, "die andere Verlage auf diese Weise Kunden weiterhin zugänglich machen wollen", sagte Friederike Künzel , Sprecherin von Books on Demand. Mittlerweile hat der Buch-Grossist Libri in einem Exklusivvertrag den Vertrieb der Espresso Book Machines in Deutschland, Österreich und der Schweiz übernommen.
Medien-Blogger Hugo E. Martin sieht diesen neuen Service allerdings nur bedingt Massentauglichkeit. "Die Investitionen beziehungsweise Miet- und Wartungsraten für eine (mehrere) Druck-Schneide-Binde-Maschine lohnen sich nur bei hohem Kunden-/Publikumsverkehr. So dürfte sich für Aufstellung nur für sehr wenige Buchhandlungen lohnen, sich nur wenige für diesen Vertriebsweg qualifizieren", gibt er zu bedenken.
