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Studie bestätigt Trend zum Web-3.0-Shopping
13.06.2008 Eine aktuelle Studie zeigt, welche Trends künftig auf die Betreiber von Online-Shops zukommen werden. Wie Online-Händler diese Trends für ihren Geschäftserfolg nutzen können, zeigt iBusiness exemplarisch an Hand ausgewählter Trend-Analysen.
Die Mehrheit der Kunden (68 Prozent) wollen in Online-Shops vor allem Produkte bewerten. Dabei sehen sich Online-Käufer sowohl gegenüber anderen Käufern als auch gegenüber dem Hersteller als kompetente Ansprechpartner: 30 Prozent der Befragten möchten nicht nur Ratgeber für Andere sein, sondern auch an der Produktentwicklung ein Mitspracherecht haben. Zudem wünschen sich 36 Prozent der Befragten eine größere Auswahl an Artikeln, die sich auf individuelle Bedürfnisses konfigurieren lassen und ein Produktangebot, das stärker auf die eigenen Vorlieben und Interessen eingeht (20 Prozent).
Damit bestätigt die Studie die webdreinullige Strategie des Individualisierungs-Pioniers Spreadshirt . Die Leipziger haben im letzten Jahr eine eigene Marktstudie durchgeführt, um mehr über die Nachfrage nach personalisierter Kleidung zu erfahren. Das Ergebnis: Laut der Untersuchung haben 80 Prozent der Deutschen Interesse daran, individuelle Kleidung anfertigen zu lassen. Aber: Mehr als 75 Prozent dieser Interessenten wissen nicht, wie das überhaupt möglich ist. Spreadshirt-Chefin Jana Eggers gegenüber iBusiness: "Die große Masse weiß noch nicht, dass personalisierte Kleidung nur einen Mausklick weit entfernt ist."
Aber auch Branchenprimus Amazon ist schon groß in Sachen ECommerce 3.0 unterwegs und erweitert sein Mediensortiment durch verschiedene Formen des (Mass) Customizing. Der Onlinehändler setzt beim Ausbau seines Sortiments von Bücher, Hörbücher, CDs und DVDs auf eine mehrteilige On-Demand-Strategie. Amazon ist übrigens der erste Online-Medienhändler, der Mass Customizing als Strategie im Gesamtsortiment einsetzt. Bislang gibt es nur Spezialisten - wie beispielsweise Books on Demand oder Online-Buchhändler, die experimentieren. So testen beispielsweise sowohl Buecher.de als auch Buch.de zur Zeit kleinere Mass Customization-Projekte (iBusiness berichtete).
Auch zeigt sich in den Studienergebnissen, dass immer mehr Online-Käufer neue Formen der Produktpräsentation vor allem im Bewegtbildbereich fordern. Knapp 30 Prozent bemängeln die Art der Produktpräsentation (Joy of Use) sowie das Fehlen von inspirierenden Kaufanreizen durch multimediale Darstellungen (27 Prozent). Eine ausführliche iBusiness-Analyse zeigt die aktuellen Trends und Strategien, wie Videos, Streams und IPTV künftig das Online-Shopping bestimmen werden.
Die Studie macht zudem deutlich, dass Scoial-Shopping-Konzepte bei den deutschen Nutzern noch nicht angekommen sind. Durchschnittlich 80 Prozent der Befragten kennen weder Aktions-Shopping-Seiten wie Guut oder Woot (jeden Tag ein neues Produkt) noch Shopping-Clubs wie Schutzgeld.de oder Vente Privee beziehungsweise haben dort noch nicht gekauft.
Dass es sich bei der fehlenden Akzeptanz um ein hausgemachtes Problem der Social-Shopping-Anbieter handelt, hatte auch schon eine Analyse des Trendletters iBusiness Executive Summary gezeigt: Danach vernachlässigen die meisten Betreiber zum einen sträflich den Markenaufbau und zum anderen, sind den meisten Online-Käufern "der Nutzen und Mehrwert von neuen Web-2.0-Elementen nicht automatisch klar", warnt Gesine Quint von den ECommerce-Beratern Usability.de .
Genauso wenig von Interesse wie Social Shopping ist für Online-Shopper das Mobile Commerce, wie DMC ermittelt hat. Gerade einmal fünf Prozent der Nutzer kaufen aktuell über das Mobiltelefon ein und vergleichen Preise. Das bedeutet, dass Onlinehändler in allen Zukunftsmärkten sich nicht alleine auf die Technik verlassen können, um erfolgreich zu verkaufen. Nötig ist offensichtlich in jedem Fall eine intensive Beschäftigung mit dem direkten, kurzfristigen Kundennutzen.
