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Wofür sich Drohnen lohnen: Nur Minderheit befürwortet Logistik-Szenarien
17.03.2017 Hightech-Verband Bitkom hat die Deutschen gefragt, was sie als gute Einsatzszenarien für Drohnen sehen - und wann die Flugroboter eher am Boden bleiben sollten.
Auch zu Polizei-Drohnen (82 Prozent) und Drohnen in der Landwirtschaft (75 Prozent), etwa um Tiere vor Mäharbeiten im hohen Gras aufzuspüren, äußert sich die Mehrheit der Deutschen positiv.
Der Einsatz ziviler Drohnen zum Transport von eiligen Gütern wie Medikamenten (66 Prozent), zur Vermessung von Grundstücken (64 Prozent), zur Überwachung von Staatsgrenzen (62 Prozent) und für Fotografie und Videoaufnahmen aus der Luft (58 Prozent) können sich die meisten ebenfalls vorstellen. Gemischter ist das Meinungsbild bei Paketdrohnen. Nur 30 Prozent können sich die Zustellung von Paketen durch Drohnen vorstellen. Auch Drohnen-Modellflug und den Einsatz zur Freizeitgestaltung finden nur 24 Prozent gut. Lediglich 8 Prozent lehnen den Einsatz von zivilen Drohnen generell ab.
Angst vor Flugunfällen und Abstürzen
Die größten Sorgen beim Einsatz ziviler Drohnen sind Sach- oder Personenschäden durch Kollisionen oder Abstürze. 89 Prozent haben Angst vor solchen Unfällen. Weitere 83 Prozent haben Angst vor dem kriminellen Einsatz von Drohnen, etwa zum Schmuggeln oder Spionieren. 81 Prozent sehen ihre Privatsphäre gefährdet, weitere 74 Prozent den zivilen Luftverkehr. Sechs von zehn Befragten (60 Prozent) machen sich Gedanken um Lärmbelästigung.Mehrheit befürwortet Drohnen-Führerschein
Gefragt nach den Regelungen, die für den Einsatz von zivilen Drohnen notwendig sind, sprechen sich 85 Prozent für eine Kennzeichnung beziehungsweise Registrierung von Nutzer und Drohne ähnlich wie beim Auto aus. 84 Prozent plädieren für einen Kenntnisnachweis, eine Art Drohnen-Führerschein. Drei Viertel (77 Prozent) wünschen sich eine Versicherungspflicht für Drohnenpiloten. Ein generelles Flugverbot über besiedelten Gebieten halten 43 Prozent für sinnvoll. Und 6 Prozent sind dafür, Drohnen generell zu verbieten. 4 Prozent finden dagegen den Einsatz ziviler Drohnen bereits heute ausreichend reguliert.Laut Bundesverkehrsministerium gibt es derzeit circa 500.000 private Drohnen.
