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Adobe: Web-Photoshop mit fragwürdigen Nutzungsbedingungen
28.03.2008 Die Softwareschmiede Adobe hat die lang angekündigte, kostenlose Online-Bildbearbeitung Photoshop Express freigegeben. Bis zu zwei Gigabyte Speicher will das Softwareunternehmen registrierten Nutzern bereitstellen. Allerdings greift Adobe via Nutzungsbedingung nach den Bildrechten.
Laut Photoshop- Entwickler John Nack läuft Photoshop Express in allen Mac-, Windows- und Linux-Browsern mit Flash-9-Plugin. Die üblichen Applets für die Einbindung des Bildspeichers in Facebook , MySpace und Googles Picasa gibt es auch. Der Gebrauch der Basisversion von Photoshop Express soll auch künftig kostenlos bleiben. Für erweiterte Funktionen will Adobe Geld verlangen, erklärt Nack das Geschäftsmodell.
Doch es gibt einen Haken an der Sache: Die Nutzungsbedingungen. In den allgemeinen Nutzungsbedingungen behält sich Adobe vor, mit den hochgeladenen Nutzer-Bildern Geld zu verdienen und sie an Dritte weiterzulizenzieren, ohne die Autoren daran zu beteiligen.
Diese Klausel soll einerseits Adobe vor Klagen von Nutzern schützen, andererseits räumt sie dem Konzern auch zu viele Rechte im Umgang mit dem hochgeladenen Material ein.
Wenn man die Umfrage des Webportals Trnd verallgemeinert, dann hat das Produkt wenig Chancen: Bei einer Umfrage unter 1.415 Nutzern sprachen sich 95 Prozent gegen die Weiterlizensierung ihres Bildmaterials aus.

