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Safer Internet Day 2023: Jeder zweite Deutsche will Strafverfolgung der Täter

07.02.2023 Am 7. Februar soll der internationale Aktionstag 'Safer Internet Day' für mehr Sicherheit im Internet sensibilisieren. Dabei geht es auch um das Melden illegaler Internetinhalte. Was den Deutschen dabei wichtig ist:

Viele Kinder und Jugendliche leiden unter Hassbotschaften im Netz. (Bild: Klicksafe / Marcel Kusch)
Bild: Klicksafe / Marcel Kusch
Viele Kinder und Jugendliche leiden unter Hassbotschaften im Netz.
Laut einer repräsentativen Umfrage, die Civey   im Auftrag des Eco Verbands    durchgeführt hat, wollen 46 Prozent der Deutschen, dass bei rechtswidrigen Inhalten eine Strafverfolgung der TäterInnen gewährleistet ist. 40,9 Prozent fordern, dass solche Inhalte möglichst schnell aus dem Netz gelöscht werden. 28,5 Prozent wünschen sich die Möglichkeit der anonymen Meldung. Für 27 Prozent der Befragten ist die Überprüfung der Beschwerde durch unabhängige JuristInnen wichtig und für wiederum 24,6 Prozent ist ein transparenter Prozess bei Meldung und Bearbeitung der Beschwerde entscheidend.
(Grafik: Eco Verband/Civey)

Auch beim Eco-Verband können sich NutzerInnen über illegale Inhalte beschweren. "Bei uns kann jede/r ganz unkompliziert und sogar anonym kritische Inhalte melden, wir kümmern uns dann darum, dass Rechtswidriges gelöscht und Strafbares zur Anzeige gebracht wird", versichert Alexandra Koch-Skiba, Leiterin der Eco-Beschwerdestelle   . Die Bekämpfung rechtwidriger Internetinhalte sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die sich auch der Eco Verband seit über 25 Jahren einsetze. "Die Kooperation mit den verschiedenen Akteuren ist uns dabei genauso wichtig wie neutrale und nachvollziehbare Prozesse bei der Beschwerdebearbeitung." Im Kampf gegen rechtswidrigen Content zähle jeder Hinweis.

Kinderschutzorganisation fordern Uploadfilter

Ein zentrales Thema des Aktionstages ist auch der digitale Kinderschutz vor Cyber Mobbing und Cyber Grooming. Ein Zusammenschluss von 15 internationalen Kinderschutzverbänden fordert deshalb von der Politik KI-basierte Uploadfilter, um die Verbreitung von Content mit sexuellem Missbrauch zu unterbinden. Die EU diskutiert derzeit über einen Gesetzesentwurf, der es Tätern schwerer machen soll, solche Taten zu begehen. Internet-Unternehmen wie Meta sollen demnach verpflichtet werden, den Upload von pädokriminellem Material zu sperren. Auch Ermittlungsbehörden und Staatsanwaltschaften sollen Werkzeuge und Kompetenzen erhalten, um die Verbreitung von Missbrauchsbildern und -Videos zu stoppen und die dauerhafte Löschung zu veranlassen.

Die Kinderschutzorganisationen fordern, dass die Problematik mit der weltweiten Flut an Kinderpornographie an der Quelle bekämpft wird - dort, wo die Bilder in die Netzwerke gelangen. "Nicht der Versand der Daten sollte an erster Stelle überwacht werden, sondern ihr Erstkontakt mit den Netzwerken: der Upload. Können Bilder an dieser Stelle abgefangen werden, gibt es keinen Weiterversand, kein Teilen, kein Kopieren. Und damit massenhaft weniger Kinderleid", so die Verbände.

Bundesweit finden viele Aktionen rund um den Safer Internet Day statt. In Deutschland meldet die EU-Initiative Klicksafe  , die den Aktionstag koordiniert, mehr als 300 Veranstaltungen, an denen sich Schulen, Unternehmen, Behörden, Medienhäuser oder Vereine beteiligen.
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