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Versandapotheke

Schon wieder Hackerangriff: Docmorris sperrt 20.000 Kundenkonten

30.01.2023 Schon wieder eine Attacke auf einen Onlinehändler: Versandapotheke DocMorris muss rund 20.000 Kundenkonten sperren, nachdem sich Hacker die Zugangsdaten erbeutet hatten.

 (Bild: obs/0800DocMorris N.V.)
Bild: obs/0800DocMorris N.V.
DocMorris war nach eigenen Angaben Ziel eines sogenannten Credential-Stuffing-Angriffs. Credential Stuffing ist eine Art von Cyberangriff, bei dem Cyberkriminelle versuchen, mit gestohlenen Anmeldeinformationen unbefugten Zugriff auf ein Benutzerkonto oder auf Unternehmenssysteme zu erhalten. Das funktioniert, wenn Nutzende dasselbe Passwort bei verschiedenen Anbietern mit ihrer E-Mail-Adresse verknüpfen. Von extern lassen die Angreifer dann Bots über einen Webshop laufen und testen die Logins.

Von den 10,4 Millionen aktiven Kundenkonten seien laut DocMorris   0,2 Prozent betroffen - also rund 20.000 Zugänge. "Wir bedauern sehr, dass es durch die kriminellen Handlungen Dritter zu einer unberechtigten Offenlegung von personenbezogenen Daten gekommen ist. In einigen Fällen wurden durch die Angreifer auch Bestellungen an abgeänderte Lieferadressen ausgelöst", teilte ein Sprecher mit. Deshalb hatte DocMorris zuletzt die Zahlungsmöglichkeiten eingeschränkt.

Die betroffenen Kunden wurden gemäß Art. 34 Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) informiert und die Konten gesperrt. Per Post schickte die Zur Rose  -Tochter neue Zugangsdaten, mit denen das Kundenkonto wieder freigeschaltet werden kann. "Bitte vergeben Sie kein Passwort, das Sie bereits bei einem anderen Anbieter verwenden", warnt DocMorris in seinem Anschreiben. Laut dem Fachportal Apotheke-Adhoc   ist es nicht das erste Mal, dass sich die Gruppe mit solchen Problemen herumschlagen muss. Zur Rose hatte es bereits 2022 mehrfach mit Cyberattacken zu tun. Nachdem im Netz zunächst angebliche Kundendaten aus der Schweiz angeboten worden seien, gab es zuletzt Phishing-Versuche bei Zur Rose.
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