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Umfrage zeigt: Online-Redaktionen vernachlässigen Korrekturprozess
25.01.2007 Viel Content, kaum Kontrolle: Die meisten deutschen Online-Redaktionen offenbaren einer aktuellen Umfrage zufolge eklatante Schwächen, was das Korrekturlesen der eigenen Texte betrifft.
"Das von Print-Redaktionen bekannte Vier-Augen-Prinzip ist bei Online-Redaktionen nicht etabliert", kritisiert Contentmanager-Autor Saim Alkan . Ihm zufolge ist das ein großes Versäumnis, da der Verfasser eines Artikels oft seine eigenen Fehler nur schwer erkennt. Alkan: "Das Vier-Augen-Prinzip sollte im Redaktionsalltag eine Selbstverständlichkeit sein." Ist es aber nicht: Bei jeder dritten Online-Redaktion dagegen liest ausschließlich der Autor selbst noch einmal Korrektur. Noch erschreckender: In zwölf Prozent aller Fälle findet überhaupt kein Korrekturlesen statt.
| Frage: Wieviele Redakteure lesen bei Ihnen Korrektur? | |
|---|---|
| Eine weitere Person | 34,6 Prozent |
| Nur der Autor selbst | 33,7 Prozent |
| Zwei weitere Personen | 14,6 Prozent |
| Keine Korrektur | 12,7 Prozent |
| Mehrere Personen | 4,4 Prozent |
Quelle: Contentmanager.de
Interessant: Beim Korrekturlesen spielt die Kontrolle des eigentlichen Textinhalts nur eine untergeordnete Rolle. Nur 57 Prozent der Befragten prüfen die Richtigkeit des Inhalts, 56 Prozent die Struktur des Textes. Ansonsten heißt Korrekturlesen in erster Linie Rechtschreibefehler ausmerzen: 82 Prozent der Befragten prüfen bei der Korrektur die Rechtschreibung.
Für die Umfrage wurden über 200 Nutzer von Contentmanager.de im Dezember 2006) befragt.
