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Studie: Deutsche wollen auf Tageszeitungen nicht verzichten

von dh

30.10.2007 Tageszeitungen und Zeitschriften verlieren laut einer aktuellen Umfrage nicht an Bedeutung für deutsche Mediennutzer. Dennoch verändert sich die Mediennutzung: Denn für aktuelle Informationen konsultieren die Deutschen immer öfter das Internet.

 (Bild: SXC.hu/sanja gjenero)
Bild: SXC.hu/sanja gjenero
Eine Erhebung des Marktforschungsinstituts TNS Emnid   zeigt, dass Printmedien bei deutschen Verbrauchern weiter sehr beliebt sind. Von den 1.367 Teilnehmern der Studie wollen 78 Prozent auch in Zukunft nicht auf ihre gedruckte Tageszeitung verzichten. Bei Zeitschriften sieht es ähnlich aus: Dreiviertel der Befragten wollen sie auch in Zukunft nicht missen.

Zugleich ist ein Bedeutungsverlust der Printangebote erkennbar: Laut der Studie glaubt ein Drittel der Bevölkerung, dass Zeitschriften künftig ganz allgemein an Bedeutung verlieren werden (35 Prozent). Dies glaubt allerdings nur ein Viertel der Deutschen (25 Prozent) mit Blick auf die Tageszeitungen. Gerade für Hintergrundinformationen und tiefergehende Analysen behalten die klassischen Printmedien ihre Bedeutung. Dieser Meinung sind 81 Prozent der Bevölkerung.

Geht es um aktuelle Informationen, so entscheidet sich die Mehrheit für das Internet. 32 Prozent der Befragten nutzt schon jetzt vorwiegend das Netz, um immer up-to-date zu sein. Immerhin ist knapp die Hälfte (47 Prozent) der festen Annahme, dass das Internet in der Zukunft ihr Informationsverhalten weiter verändern wird.

61 Prozent sehen im Vergleich der Informationsstruktur der beiden Medien die Tendenz, dass in puncto aktuelle Informationen das Internet die Printmedien überholen wird. Die Zukunft der Printmedien sehen dann auch 81 Prozent aller Befragten in der Bereitstellung von Hintergrundinformationen und tiefergehenden Analysen.

Männer und Frauen sehen die Zukunft von Tageszeitungen sehr gegensätzlich: Während 43 Prozent der Männer eine eher pessimistische Haltung gegenüber den Printmedien zeigen, so sind es mit 36 Prozent deutlich weniger der Frauen, die die Bedeutung von Print in Zukunft anzweifeln. Im Bereich der Zeitschriften zeit sich dies noch deutlicher: 69 Prozent der Männer denken an ein nahendes Aus dieser Sparte, bei den Frauen liegt der Anteil bei 80 Prozent.

Die Gruppe der unter 30-Jährigen tendiert übrigens eher zu den elektronischen Medien: Für 84 Prozent der jüngeren Generation ist das Medium Internet außerordentlich wichtig. In der Gruppe der 30-49-Jährigen sind es nur noch 69 Prozent. Für die über 50-Jährigen sind es gar nur 39 Prozent.
So sind es auch knapp zwei Drittel (62 Prozent) der jungen Generation, die sich schon heute eher über das Internet als über Printmedien informiert. Der entsprechende Anteil in der mittleren Altersgruppe liegt bei 35 Prozent. Bei den älteren Semestern sind es nur 16 Prozent.
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