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Deutsche Online-Händler: Nachholbedarf bei E-Mail, Apps und Social Media

10.11.2016 Die großen deutschen ECommerce-Unternehmen haben die Notwendigkeit von personalisiertem Marketing erkannt und nutzen die digitalen Kanäle für ihre Kundenkommunikation. Allerdings verfolgen sie ihre Ziele häufig nicht konsequent genug und nutzen E-Mail, Apps und Social Media noch nicht optimal.

 (Bild: InfoWire.dk/Flickr)
Bild: InfoWire.dk/Flickr
Dies geht aus der Studie "Digitale Kundenkommunikation in Deutschland 2016"    hervor, für die Mapp Digital die digitale Kundenkommunikation der 50 größten deutschen ECommerce-Unternehmen untersucht hat.

Eines der wichtigsten Ergebnisse: E-Mail ist und bleibt das Arbeitspferd der Onlinebranche - fast alle Befragten erheben EMail-Adressen (94 Prozent) und nutzen den Kanal extensiv (90 Prozent) in der Kundenkommunikation. Erfreulich ist auch, dass Responsive Design im EMail-Marketing endlich zum Standard geworden ist. 91 Prozent der Unternehmen setzen auf mobile optimierte E-Mails. Wer heute also noch Nachrichten versendet, die nicht auf allen Devices lesbar sind, muss dringend nachrüsten.

Nur 23 Prozent der Unternehmen personalisieren ihre E-Mails

Die Optimierung und Anpassung der EMail-Kommunikation an die Bedürfnisse der Kunden scheint für viele Unternehmen nach wie vor ein großes Problem zu sein: 48 Prozent der Unternehmen bieten personalisierte Inhalte auf ihrer Webseite, aber nur 23 Prozent der Unternehmen personalisieren ihre E-Mails und bloß 19 Prozent nutzen personalisierte Inhalte in ihren Apps. Das ist ein klarer Hinweis darauf, dass Unternehmen es nach wie vor nicht schaffen, die Daten, die sie sammeln, über alle digitalen Kanälen sinnvoll einzusetzen. Hier gibt es deutlichen Nachholbedarf.

Auch bei der mobilen Kommunikation bleiben viele Gelegenheiten zur direkten Ansprache ungenutzt. Immerhin haben 52 Prozent der befragten Unternehmen inzwischen eine App (Android, iOS oder beides), 91 Prozent davon bieten sogar zwei oder mehr Apps an. Interessant dabei: 65 Prozent der iOS-Apps bitten die Nutzer um ihre Erlaubnis, Push-Nachrichten schicken zu dürfen, was aber während der vierwöchigen Betrachtung tatsächlich nur 27 Prozent der Unternehmen nutzten.

Bei den Social-Media-Kanälen liegt Facebook   vorne. Facebook ist die Social-Media-Plattform, die am häufigsten genutzt wird. 92 Prozent der beobachteten Online-Händler sind dort aktiv. YouTube   liegt mit 86 Prozent knapp dahinter, dann folgen Twitter   und Google+   mit jeweils 78 Prozent.


Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
  • Die E-Mail ist wichtigster Kommunikationskanal im Kundendialog
    70 Prozent der untersuchten Unternehmen bieten die Möglichkeit, Informationen über E-Mail zu abonnieren, zum Beispiel als Newsletter. Von diesen Unternehmen haben 98 Prozent während des betrachtenden Zeitraums mindestens eine E-Mail verschickt. 49 Prozent verschickten sogar eine oder zwei E-Mails pro Woche oder einen Newsletter.
  • Nach Präferenzen wird kaum gefragt
    Lediglich 14 Prozent der Unternehmen haben ein Präferenz-Center auf ihrer Webseite, über das die Kunden mitteilen können, welche Inhalte und welche Frequenz der Kommunikation sie bevorzugen - was aber eine wichtige Voraussetzung für die Individualisierung ist.
  • Beim Thema Personalisierung besteht Nachholbedarf
    48 Prozent der Unternehmen bieten personalisierte Inhalte auf ihrer Webseite, aber nur 23 Prozent der Unternehmen personalisieren ihre E-Mails und bloß 19 Prozent nutzen personalisierte Informationen in ihren Apps. Hier gibt es deutlichen Nachholbedarf bei allen digitalen Kanälen.
  • Saisonale Inhalte sind beliebt
    Während des betrachtenden Zeitraums haben 45 Prozent der Unternehmen ihre E-Mails thematisch an die Saison angepasst.
  • Responsive Design ist angekommen
    91 Prozent der Unternehmen verschick E-Mails, die für Mobilgeräte optimiert sind. Ein wichtiger Aspekt, da immer mehr Empfänger ihre Nachrichten auf Smartphones oder Tablets lesen.
  • Mobile Apps sind auf dem Vormarsch
    52 Prozent der Unternehmen bieten eine App (Android, iOS oder beides), 91 Prozent davon bieten sogar zwei oder mehr Apps an.
  • Push-Kommunikation wird nicht ausgenutzt
    65 Prozent der iOS-Apps bitten um die Erlaubnis, Push-Nachrichten schicken zu dürfen, was aber während der vierwöchigen Studie tatsächlich nur 27 Prozent der Unternehmen nutzten. Hier bleiben viele Gelegenheiten zur direkten Kommunikation ungenutzt.
  • Kein Unternehmen spricht Kunden über In-App-Messages an
    Keines der Unternehmen nutzt In-App-Nachrichten, obwohl sie darüber sehr gut Nutzer ansprechen könnten, die gerade in der App aktiv sind.
  • Facebook bleibt ungeschlagen
    Facebook ist die Social-Media-Plattform, die am häufigsten genutzt wird. 92 Prozent der untersuchten Online-Händler sind dort aktiv. YouTube liegt mit 86 Prozent knapp dahinter, dann folgen Twitter und Google+ mit jeweils 78 Prozent.
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