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Dynamic Prizing: Amazon-Preise schwanken um bis 240 Prozent täglich

24.02.2015 Laut einer vom Preismonitoring-Anbieter Minderest zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser durchgeführten Studie hatte Amazon allein am Valentinstag mehr als eine Million Preisänderungen vorgenommen. Bei einzelnen Produkten schwankten die Preise innerhalb weniger Stunden um bis zu 240 Prozent.

 (Bild: HighText Verlag)
Bild: HighText Verlag
Die Studie befasste sich mit der Kategorie "Elektronik und Computer" bei Amazon Deutschland und wurde am 12., 13. und 14. Februar erstellt. Zu diesem Zweck wurden Produkte dieser Kategorie regelmäßig im Abstand von fünf Minuten überprüft. Registriert wurden hierbei über eine Million Preisänderungen, einige davon auffallend deutlich.

Zum Beispiel die Digitalkamera "Canon Powershot SX700". Während der 72-stündigen Studie wurden 275 Veränderungen erfasst, also durchschnittlich 3,8 Veränderungen pro Stunde.

Wirklich bemerkenswert war auch der Fall der Kamera "Nikon D610 SLR", deren Preis zwischen 700 Euro und 1.686,60 Euro schwankte. Das bedeutet eine Differenz von 986,60 Euro oder 240 Prozent. Diese Ersparnis konnte man erzielen, wenn man die Kamera am 12.02. um 10.01 Uhr bestellte, anstatt am 13.02. um 21:26 Uhr.

Ähnliches gilt für das Smartphone-Sortiment. Das bekannte Apple-Handy iPhone 6 Plus verzeichnete insgesamt 52 Änderungen, vom Mindestpreis von 659 Euro bis zu 709,99 Euro. Eine Differenz von mehr als 50 Euro.

Der Grund für diese Variation der Preise ist der Algorithmus des "Dynamic Pricing" von Amazon. Mit diesem Werkzeug werden Gewinne je nach Marktpreis und wirtschaftlicher Rentabilität maximieren. Änderungen können in einer kurzen Zeitspanne erfolgen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Bisher ist Amazon der Marktführer in der Verwendung dieses Business Intelligence Tools.

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass es täglich zwei Zeitabschnitte gibt, in der eine größere Anzahl von Preisänderungen vorkommt. Diese befinden sich zwischen 8.00 und 12.00 Uhr morgens und abends. Die Phase größter Preisstabilität herrscht für gewöhnlich ab Mitternacht.

(Autor: Dominik Grollmann )

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