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Steckbrief IBM Websphere: Das Maß der Dinge
03.03.2015 Mit keiner anderen ECommerce-Lösung lassen sich komplexe Geschäftsmodelle so flexibel umsetzen wie mit IBM Websphere Commerce. Allerdings muss das Unternehmen zuvor auch in eine umfangreiche und komplexe IT-Middleware investieren. Das lohnt sich nicht für jeden.
Charakteristik:
- Modulares System / IBM Middleware
- Source: Closed Source
- Installation: Serverbased
- Budget: ab ca. 1.000.000 Euro
Bei IBM Websphere Commerce handelt es sich um ein modulares System, das auf der Middleware-Plattform von IBM aufsetzt, zuverlässig hohe Transaktionsvolumen abwickeln und tief in die Backend-Systeme des Unternehmens integriert werden kann. Diese Architektur macht das System flexibel für unterschiedlichste Geschäftsmodelle, Unternehmensstrukturen und Branchen.
Neben der Crosschannelfähigkeit zählen die Marketingwerkzeugen der Lösung zu den herausragenden Merkmalen von Websphere Commerce. Mittels "Precision Marketing " können zahlreiche, auch automatisierte Marketing-Aktionen ausgesteuert werden. Das Katalogmanagement darf ebenfalls als State-of-the-Art gelten und stellt zahlreiche eigenständige Funktionen zur Verfügung. In den Bereichen CRM und in den Backend-Prozessen setzt IBM dagegen auf Integration: Hier werden eigene Systeme vorausgesetzt. Das muss kein Nachteil sein, denn als kostengünstige Stand-Alone-Lösung hat sich IBM auch nie verstanden. Eher als "Interaktionsplattform für den kanalübergreifenden Online-Handel".
So bildet IBM Websphere die wichtigsten ECommerce-Herausforderungen ab:
Crosschannel / POS:In diesen Disziplinen kann IBM punkten wie kaum ein anderer: Durch die zentrale Einbindung in die IBM Middleware bietet die Lösung ein nahtloses, integriertes Einkaufserlebnis an, das alle Crosschannel-Szenarien - von Instore-Kiosken, über Click & Collect, Warenverfügbarkeitsanzeige bis zur flexiblen Returenannahme - unterstützt. Kein Wunder, dass das System hauptsächlich von Händlern dieser Kategorie eingesetzt wird.
Content und Commerce:
Neben Hybris ist IBM einer der führenden Anbieter von Product Information Management-Systemen (PIM) und spielt auf einer Augenhöhe mit Anbietern wie Heiler, die auf diese Produktlösungen spezialisiert sind (siehe "The Forrester WaveTM: Product Information Management (PIM) ". Entsprechend stark ist die Leistung von IBM auf diesem Gebiet zu bewerten.
Big Data / Marketing:
IBM ist nicht nur führender Anbieter einer ECommerce-Plattform, sondern spielt auch bei Marketing-Software in der ersten Liga mit. Davon profitiert auch die ECommerce-Lösung, der zahlreiche Marketing-Funktionen zur Verfügung stehen. So lassen sich aus der Commerce-Plattform heraus zielgruppenspezifische Angebote und individuell angepasste Werbekampagnen steuern. Zudem gibt es zahlreiche Funktionen aus dem Bereich Marketing Automation: Dialog-Interaktionen lassen sich durch Präferenzen, Umsatzprotokolle oder Kaufverhalten steuern. Ebenso können abgebrochene Einkäufe, Auftragserteilung, Nutzung sozialer Medien, Suchbegriffe oder URL-Aufrufe als Trigger für Marketing-Aktionen festgelegt werden.
Digitale Transformation:
Wie Hybris ist die IBM-Lösung dafür prädestiniert, in Unternehmen eingesetzt werden, die sich dem digitalen Wandel stellen. Die tiefe und vollständige Verflechtung in die Unternehmens-Middleware erlaubt es, vielfältige Geschäftsmodelle und -Beziehungen abzubilden. So lassen sich nicht nur kanalübergreifende ECommerce-Lösungen erstellen, sondern ebenso leicht B2B-Geschäftsmodelle, Abo-Angebote oder der Handel mit digitalen Gütern.
Prognose: Top-Liga für Multichannel-Händler
IBM Websphere Commerce spielt - gemeinsam mit SAP Hybris - zweifellos in der Top-Liga der Shop-Anwendungen und stellt genau genommen sogar das Maß der Dinge dar: Wo Hybris sich mit einer Marketing-Lösung noch darum müht, Anschluss zu finden, ist IBM längst angekommen. Auch die Integration der IBM-Lösung in die Unternehmens-Middleware ist deutlich nahtloser als die des Hybris-Konkurrenten. Denn auch wenn Hybris längst zur SAP-Unternehmensgruppe gehört, ist die Software doch unabhängig entstanden - weshalb an manchen Stellen noch Ecken und Kanten zu spüren sind. Naturgemäß kann IBM seine volle Stärke aber auch nur in Unternehmen ausspielen, die die Anpassungsfähigkeit der Software voll ausnutzen. Dies sind Unternehmen mit komplexen Geschäftsmodell und einem eher drei- als zweistelligen Millionen-Umsatz. Kein Wunder, dass die Software unter Online-Pure-Playern wenig Verbreitung findet.Zu: Steckbrief IBM Websphere: Das Maß der Dinge
Aber das sind ja schon Details..
Die Anmerkung, dass Projekt Budgets bei ab 1.000.000 liegen kann ich nachvollziehen. Wir haben jedoch auch einige kleine Projekte mit Budgest ab 200k (SW, Service, HW) umsetzen können. Die SW kann wenn gewünscht auch ohne große Anpassung eingesetzt werden.
