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Shopsystem-Übersicht (2): Die führenden Systeme für Crosschannel-Händler
03.03.2015 IBM, Intershop, Hybris und Oxid Esales - diese vier auf Crosschannel-Händler spezialisierten Shopsysteme spielen in der Enterprise-Liga ganz vorn mit. iBusiness hat analysiert, welche Stärken die Systeme mitbringen und wohin sie sich entwickeln.
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Allerdings geht es iBusiness nicht darum, die Shopsysteme mit der breitesten Installationsbasis zu identifizieren (zu denen vermutlich Strato und E-Pages-Systeme zählen würden), sondern die Systeme mit der größten Marktbedeutung. Daher haben wir uns bei der Auswertung auf die Verbreitung unter den Top-100 Onlineshops in Deutschland beschränkt (siehe Grafik).
Nachdem wir in einem ersten Artikel (iBusiness: Die besten Shopsysteme: Marktbedeutung, Analyse, Einkaufsentscheidungen) die grundsätzlichen Auswahlkriterien, Architekturen und Shop-Weltanschauungen besprochen haben, folgt in diesem Teil nun eine genaue Betrachtung der Einzelsysteme.
Die erste Runde widmet sich Systemen, die insbesondere große Multi- und Crosschannel-Händler mit eigener IT-Infrastruktur adressieren. Sie suchen Shopsysteme, die sich serverseitig installieren lassen, leicht in eine komplexe IT integrieren lassen oder als Suite eine umfassende Lösung bieten, die alle wesentlichen Geschäftsprozesse abbilden kann. Zu diesen Shopsytemen zählen IBM Websphere, Intershop, Oxid Esales und SAP Hybris.
Die Systeme von Demandware, Magento und Shopware sind kaum weniger leistungsfähig, adressieren aber eher Online-Pure-Player sowie Marken und Hersteller, die weitergehende (Marketing-)Unterstützung im Handel mit Endkunden suchen. Die Systeme dieser Kategorie sollen in einem weiteren Teil besprochen werden.
Die Kriterien der Untersuchung
Zunächst ging es uns darum, in einer ECommerce-Übersichtskarte abzubilden, welche Stärken und Schwächen die Einzelsysteme mitbringen. In den einzelnen Charts der jeweiligen System-Analyse ist der verfügbare Funktionsumfang einer ECommerce-Software zu sehen. Für die Einzelsysteme ist hervorgehoben, welche Funktionalität sie insbesondere unterstützen, sodass auf einen Blick zu erkennen ist, ob eine Software eher Marketing- oder Backend-getrieben ist.| Die iBusiness ECommerce-Übersichtskarte |
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Dabei geht es weniger um eine Abfrage der zur Verfügung stehenden Features. Dieses Verfahren würde aus zwei Gründen kaum weiterführen:
- Erstens ist der Funktionsumfang der Shopsysteme in der Oberliga so umfangreich, dass ein austauschbares Bild entstehen würde.
- Zweitens würde eine solche Betrachtung die Dinge aber sogar verzerren: Manche Shopsysteme sind in ihrer Architektur so angelegt, dass sie sich über wohldefinierte und -dokumentierte Schnittstellen leicht in bestehende ERP- und CRM-Systeme eingliedern. Dabei kann es sich um ein wesentlich professionelleres Vorgehen handeln, als wenn ERP und CRM im Shopsystem abgebildet werden. Gelegentlich ist ein großer Funktionsumfang sogar ein Ausweis einer weniger hochkarätigen Ausrichtung.
Stattdessen ist in der Karte ebenso berücksichtigt, wie sich Drittsysteme via APIs einbinden lassen, ob es dazu eine präferierte Standard-Lösung gibt und ob Entwickler bei der Implementierung durch Dokumentation und/oder Best-Practice-Beispiele unterstützt werden. Entscheidend ist außerdem die Frage, ob die Funktion bereits im Kernbereich der Software angelegt ist oder lediglich nachträglich hinzugeflanscht wurde, um in einem Feature-Vergleich bestehen zu können.
Wo immer möglich haben wir die Hersteller dabei telefonisch in einem per Fragebogen gestützten Interview zum Funktionsumfang befragt. Die Einschätzung, welche Funktionsbereiche besonders stark berücksichtigt sind, hat iBusiness aber selbst vorgenommen.
Die Herausforderungen
Um eine zusätzliche Orientierung zu geben, haben wir die Hersteller außerdem danach befragt, wie sich die wichtigsten Herausforderungen im E-Commerce mit ihren Systemen lösen lassen. Folgende Herausforderungen haben wir dazu identifiziert:- Kanalgrenzen werden aufgehoben
Händler sind gefordert, ihre Online- und Offline-Kanäle nahtlos zu integrieren. Die Kunden erwarten, dass Produkte online gekauft und in der Filiale abgeholt werden können. Händler versuchen ihre Filial-Kunden mittels Online-Gutscheinen und Kundenkarten zu identifizieren und am POS fortschrittliche Services und Zahlungsmethoden anzubieten. Wie unterstützt das betrachtete Shopsystem die Händler dieser Strategien? - Content und Commerce verschmelzen
Die Anforderungen ans Informationsmanagement steigen kontinuierlich. Zum einen müssen Händler Content bieten, um ihre Produkte emotional erlebbar zu machen, frühzeitig im Verkaufsprozess eine gestaltende Rolle zu spielen und um ein gutes Ranking in Suchmaschinen zu erreichen. Zum anderen müssen sie eine strukturierte Datenhaltung implementieren, um ihre Produkte in verschiedenen Kanälen (etwa: Web, Mobile, Social, Banner, SEA, Affiliate, Marktplätzen, Preissuchmaschinen, Filialen, Callcenter) konsistent und relevant anbieten zu können. Auf welche Weise unterstützt das Shopsystem die Händler bei der Umsetzung dieser Herausforderung? - Marketing und Big Data
Die systematische Erfassung und Auswertung von Kundenaktivitäten - Stichwort Big Data - ermöglicht eine immer individuellere Ansprache potenzieller Käufer. In Kombination mit einem systematischen Management der Produktdaten lassen sich anhand der getätigten Einkäufe und betrachteten Produkte individuelle Angebote identifizieren, die den Kunden ebenfalls interessieren werden. Die gewonnenen Erkenntnisse können auch außerhalb des Webshops zu Marketingzwecken verwendet werden. Wie unterstützt das untersuchte Shopsystem den Händler dabei, diese Daten zu erfassen, zu systematisieren und zu nutzen? - Digitale Transformationen
Übersicht: Weitere Shopsysteme Shopsysteme, die sich vorwiegend an Online-Pureplayer, Hersteller und Händler richten, behandeln wir in einem folgenden Teil dieser Artikelserie. Zu diesen Shopsystemen zählen wir:
- Demandware
- Magento
- Shopware
Onlinehändler müssen sicherstellen, dass nicht nur in ihrer Werbung, sondern auch in ihren Prozessen der Kunde im Mittelpunkt steht. Entsprechend müssen interne Strukturen angepasst und viele Aufgaben digitalisiert werden. Dazu müssen häufig Daten mit Dienstleistern ausgetauscht werden (z.B. in der Logistik) oder ganze Prozesse automatisiert werden (Retourenabwicklung). In diesem Kapitel untersuchen wir, wie sich das untersuchte Shopsystem in die IT-Infrastruktur (ERP und Middleware) des Unternehmens einfügt. - Demandware
Auf den folgenden Seiten sind die Systeme Intershop, IBM, Hybris, Oxid Esales dahingehend durchleuchtet, wie sie diese Kriterien erfüllen. Klicken Sie auf eine der Unterseiten, um zur detaillierten Besprechung der Einzelsystem zu gelangen.
Zu: Shopsystem-Übersicht (2): Die besten Systeme für Crosschannel-Händler
Zu: Shopsystem-Übersicht (2): Die führenden Systeme für Crosschannel-Händler
http://www-03.ibm.com/software/products/de/websphere-commerce
und aus der Link zu dem IBM Commerce Engangement in Gänze hier:
http://www-03.ibm.com/software/products/de/category/commerce
