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ECommerce-Ranking: Es mangelt an Empfehlungsmanagement und Usability

18.10.2016 Unternehmensberatung BearingPoint   hat in ihrem Digital Retail Benchmark 2016 85 Online-Shops aus fünf Einzelhändler-Kategorien daraufhin untersucht, inwieweit sie die Erwartungen der deutschen Kunden erfüllen. Die Studie zeigt nicht nur, wer die Vorreiter sind, sondern auch, dass es noch großes Entwicklungspotenzial gibt.

 (Bild: Scott Anderson/Flickr)
Bild: Scott Anderson/Flickr
Bild: Scott Anderson/Flickr unter Creative Commons Lizenz by
Nur wenige Händler erfüllen die Erwartungen deutscher Kunden an einen modernen Online-Shop. Zalando   erzielt als Einzelunternehmen die beste Gesamtwertung. Insgesamt wies jede der untersuchten Branchen unterschiedliche Reifegrade auf:

Elektronikhändler und insbesondere Conrad    (72 Prozent) erhielten die höchsten Punktzahlen. Standardisierte Produkte mit guten Beschreibungen vereinfachen die Produktauswahl in Elektro-Shops. Bei einigen Händlern zeigte sich lediglich Verbesserungspotenzial im Empfehlungsmanagement.

Gleiches gilt für Lebensmittelhändler sowie Baumärkte und Möbelhändler, die aber auch insgesamt den größten Nachholbedarf aufweisen. Online-Shops von Lebensmittelhändlern fehlt vor allem die hinreichende Basis für ein erfolgreiches Online-Business. Besonders auffällig war das erschwerte Auffinden der Shops in Suchmaschinen, was eine dringende Optimierung der SEO und SEA erfordert. Auch das Finden von Produkten ist bei vielen der untersuchten Shops nicht kundenfreundlich. Am ehesten punkten konnte hier der Online-Shop von Rewe   (74 Prozent). Bei den Baumärkten und Möbelhändler siegte Obi  .

Im Bereich Bekleidung und Schuhe lassen sich in der Kategorie Produkt und Sortiment nur in wenigen Shops Produkte komfortabel suchen und vom Kunden entsprechend sortieren. Nur bei führenden Anbietern wie Zalando wird die Suche durch ausführliche Filtermöglichkeiten unterstützt. Unter Drogerien und Parfümerien schnitten Online-Parfümerien wie Flaconi   tendenziell besser ab als ihre Multichannel- und Drogerie-Konkurrenz, was auf die Unterschiede im Auffinden des Online-Shops sowie im Empfehlungsmanagement zurückzuführen ist.

Optimierungsbedarf im Empfehlungsmanagement


Einige Erkenntnisse aus den Untersuchungen haben die Studienautoren zusammengefasst:
  • Die größte Herausforderung liegt über alle Branchen hinweg häufig in der Basisarbeit des Onlinemarketings. Erfolgreiche Webshops werden zum einen leichter im Internet über Suchmaschinen gefunden und zum anderen bieten sie ein besseres Kundenerlebnis im Verlauf des Einkaufs.
  • Verbraucher legen zudem großen Wert auf ein leicht überschaubares Produktangebot. Durch eine intelligente Suche kommt der Kunde auf erfolgreichen Webshops schneller zum Ziel und kann sich so einen besseren Überblick über das Leistungsangebot des Anbieters verschaffen.
  • Verbesserungspotenzial für Online-Shops gibt es vor allem im Bereich des Empfehlungsmanagements. Das liegt häufig daran, dass viele Anbieter den Fokus auf den Verkauf ihrer Ware anstatt auf den After-Sales-Service und den damit verbundenen Erhalt der bestehenden Kundenbeziehung legen.
  • Im Bereich der Bestellabwicklung konnten die Studienergebnisse geringe Unterschiede zwischen den einzelnen Händlern feststellen, was vermutlich am Einsatz standardisierter Shop-Ware liegt.
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