Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Expert-Talk: GEO-PR: "Es geht um Relevanz in KI-Systemen" Video-Podcast ansehen
Wer in ChatGPT, Gemini oder Perplexity sichtbar sein will, darf sich nicht auf die eigene Website verlassen. Denn KI-Systeme prüfen, was andere über eine Marke sagen - auf Fachportalen, Bewertungsplattformen, Vergleichsseiten, Reddit oder YouTube. Hier setzt GEO-PR an. Video-Podcast ansehen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Die meisten Medien verzichten auf Gender-Zeichen

06.12.2021 Gut zwei Drittel der größten deutschen Medien achten auf gendersensible Sprache, vermeiden aber Binnen-I oder Satzzeichen zur Kennzeichnung. Das ergab eine journalist-Umfrage.

 (Bild: Gerd Altmann auf Pixabay)
Bild: Gerd Altmann auf Pixabay
Knapp 70 Prozent der größten Medien hierzulande geben an, bei ihrer Berichterstattung das generische Maskulinum zu vermeiden. Dazu hat das Magazin journalist   eine Befragung unter 97 Medien durchgeführt und von 90 eine Antwort erhalten: 62 Redaktionen achten laut Eigenaussage darauf, gendersensibel zu formulieren. Das Gendern mit Sonderzeichen oder Sprechpause ist dabei aber die Ausnahme.

Befragt wurden die jeweils 20 größten Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften (ohne Programmzeitschriften), Nachrichtenportale und Radiosender sowie die 5 größten privaten Fernsehsender und alle 12 öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Auffällig ist, dass fast alle Radio- und Fernsehsender auf gendersensible Sprache achten. Bei den Zeitungen, Zeitschriften und Nachrichtenportalen ist es jeweils etwa die Hälfte. Viele richten sich dabei nach dem Vorgehen der großen Nachrichtenagenturen, die im Juni bekanntgegeben hatten, diskriminierungssensibel schreiben und sprechen zu wollen.

Für das Binnen-I haben sich nur Landidee   und Instyle   entschieden. Dafür bekomme man viel Zuspruch, heißt es aus der Instyle-Redaktion. Beim Spiegel   gibt es in manchen Textsorten den Doppelpunkt, der Tagesspiegel   stellt es seinen Autor*innen frei, ob und wie sie gendern. Für Brigitte  -Chefredakteurin Brigitte Huber bedeutet das Setzen des Gendersternchens, "zeitgemäß zu kommunizieren".

Für die gesprochene Genderpause sind ebenfalls nur wenige Medienhäuser offen, bei ProSiebenSat.1  , RBB  , ZDF und Deutschlandradio   gibt es sie. Beim ZDF   heißt es, man setze darauf, "dass die Beschäftigten auf der Basis der Freiwilligkeit verantwortungsvoll mit Sprache umgehen" und erwarte umgekehrt, "dass jene, die Kritik üben, allen, die gendern, respektvoll und tolerant begegnen, auch wenn es nicht ihrer eigenen Meinung entspricht".

Manche Verantwortliche aus den Redaktionen beklagen in der journalist-Umfrage, dass Sonderzeichen und Sprechpause von Leser- und Zuhörerschaft mitunter missverstanden werden: "Die Gegnerinnen und Gegner empfinden das Gendern als politisches Statement vonseiten des Mediums und stellen damit oft die journalistische Unabhängigkeit der gesamten Berichterstattung infrage", sagt Roel Oosthout , Programmchef von Hit Radio FFH  . "Das führt häufig dazu, dass das eigentliche Thema der Berichterstattung in der Diskussion über das Gendern verloren geht." Zeit  -Textchef Christof Siemes sagt: "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Sonderzeichen im Zuge der Rezeption häufig vom eigentlichen Gegenstand eines Artikels ablenken und das Gendern selbst das bestimmende Thema wird." Sowohl bei Hit Radio FFH als auch bei der Zeit wird auf gendersensible Sprache geachtet, es werden aber in der Regel keine Sprechpausen beziehungsweise Sonderzeichen verwendet.

Gendern kann aber auch ein SEO-Nachteil bei Google sein, weswegen manche Webseiten darauf verzichten, wie iBusiness analysiert hat.
Neuer Kommentar  Kommentare:

Zu: Die meisten Medien verzichten auf Gender-Zeichen

Hapke Media gendert nicht. Wir wenden uns voller Respekt an alle Leser. Wer ein Sternchen braucht, um uns zu verstehen, dem können wir nicht helfen.
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: