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Weg mit der Display-Denke!
10.05.2007 Das Banner ist tot, das Pop-Up verhasst und Video-Ads bald schon wieder out: Wer Online-Werbung schalten will, hat einer aktuellen Studie zufolge bei den verschiedenen Formaten die Wahl der Qual. Höchste Zeit also, dass sich Vermarkter und Agenturen endlich neue Werbekonzepte einfallen lassen.
Besser sieht es zwar bei Pop-Ups aus, die höhere Klickraten vorweisen können. Allerdings dürfte die Aussagekraft hier ziemlich limitiert sein. Ich denke, jedem von uns ist es schon des öfteren passiert, dass aus Versehen auf ein abrupt aufpoppendes Werbefenster geklickt wurde. Pop-Ups garantieren also vergleichsweise hohe Klickraten, aber ebenso verärgerte Nutzer und kaum qualifizierte Klicks. Als Vermarkter würde ich meinen Kunden von diesem Werbeformat nur abraten. Denn die einzige Awareness, die sich hier erzeugen lässt, dürfte nicht gerade im Sinne der Kampagne sein.
Video-Ads bringen derzeit noch richtig gute Klickraten. Ich warne allerdings davor, in dieser Bewegtbildwerbung das Format der Zukunft zu sehen. Banner-Klickraten, wir erinnern uns, waren vor zehn Jahren auch noch zweistellig. Online-Videos sind ein absolutes Boom-Thema. Sobald Bewegtbilder im Web aber Standard sind, sinkt auch hier die Awareness.
Woran übrigens alle gängigen Formate kranken ist die fehlende Interaktivität. Nach wie vor regiert im Online-Marketing die Display-Denke, werden noch viel zu oft Konzepte aus Print- und TV-Werbung eins zu eins ins Web übertragen. Hier sollten Agenturen und Vermarkter endlich einmal anfangen, neue Formate zu entwickeln. Denn um interaktive Nutzer zu erreichen, braucht es auch interaktive Werbung.
