Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Was ist Deine Digitalagentur wert? Agenturwert berechnen
Sechs Zahlen aus der BWA genügen, um herauszufinden, was aktuell Deine Agentur wert ist und welche Faktoren den Wert beeinflussen.
Agenturwert berechnen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Abruf exklusiv für Premium-Mitglieder

Der Ipad-Hype: Entmystifiziert

29.06.2010 Um zu ermitteln, ob ein Gerät die von den Early Adoptern kommunizierte Zukunftsrolle erfüllen kann, muss man es sich prinzipiell ansehen. Markus Tschersich vom Mobil-Lehrstuhl der Uni Frankfurt hat es gemacht. Mit ernüchterndem Ergebnis für Ipad-Jünger.

 (Bild: Markus Tschersich)
Bild: Markus Tschersich
Es begleitet uns jeden Tag und ist das Tor zu vielen Diensten und Möglichkeiten der mobilen Welt. Das Mobile Endgerät ist der Enabler des Mobile Business. Durch die Entwicklung von neuen Gerätetypen, wie vor zwei Jahren die Netbooks oder aktuell des iPads, kommt regelmäßig die Frage auf, was nun wirklich unter einem Mobilen Endgerät zu verstehen ist. Der folgende wissenschaftlich getriebene Ansatz hat als Ziel Geräte zu klassifizieren, um so in der großen Menge von unterschiedlichsten Geräteklassen mobile Endgeräte zu identifizieren.

Grundfunktion ist immer Kommunikation


Die Klassifikation von Geräten kann bei unterschiedlichen Eigenschaften ansetzen, wie der Größe von Gehäuse oder Display oder der Ausstattung mit bestimmter Hardware etc. Diese Eigenschaften sind im Bereich des Mobile Business bestimmt nicht unwichtig, doch das wichtigste Grundfunktion bei Mobilen Endgeräten ist die Kommunikation; sei es die klassische Sprach- oder die immer wichtiger werdende Datenkommunikation.

Lokalisierbarkeit, Erreichbarkeit und Ortsunabhängigkeit


Bereits 1999 hat das Durlacher Institut in einer Studie die viel zitierten Attribute der mobilen Kommunikation veröffentlicht, die es vereinfachen zu analysieren, welche Eigenschaften ein Gerät für mobile Kommunikation mit sich bringen muss. Der eine Teil der insgesamt sieben Attribute ist eher eine mobile Erweiterung klassischer Kommunikationseigenschaften (Sicherheit, Bequemlichkeit, Verfügbarkeit, Personalisierung). Die drei weiteren Attribute jedoch (Lokalisierbarkeit, Erreichbarkeit und Ortsunabhängigkeit) sind nur im mobilen Umfeld relevant und bieten dementsprechend die Grundlage zur Klassifikation von Mobilen Endgeräten.

Wenn, wie in der oberen Grafik gezeigt, diese drei Attribute in eine Matrix überführt werden, dann entstehen acht Quadranten. In diese acht Quadranten können nun neue und alte Gerätetypen, entsprechend ihrer Ausprägung, einsortiert werden. Gerätetypen, bei denen alle drei Dimensionen hoch ausgeprägt sind, erfüllen demnach die Kriterien um als Mobile Endgeräte bezeichnet werden zu können.

Das iPad ein mobiles Endgerät?


Um neue Gerätetypen in diesem Modell zu ergänzen, ist es notwendig zu überprüfen, ob eine Lokalisierbarkeit, Ortsunabhängigkeit und ständige Erreichbarkeit ohne Einschränkungen gewährleitet ist. Bei einer beispielhaften Einordnung des iPads (bei vollständiger Ausstattung mit GPS und GSM Modul), bei dem man jede der Dimensionen einzeln betrachtet, ergibt sich eine Einordnung in den gleichen Quadranten, wie ein Notebook mit GPS Empfänger. Das Gerät ist natürlich ortsunabhängig und lokalisierbar, jedoch wird es nicht tagtäglich, wie ein Mobiltelefon in der Hosentasche mit sich herumgetragen.

Dieser Ansatz zur Identifizierung von Mobilen Endgeräten hat natürlich auch seine Schwächen. Was nun genau Lokalisierbarkeit, Ortsundabhängigkeit und vor allem Erreichbarkeit bedeutet, ist häufig eine subjektive Betrachtung. Dieser Ansatz zur Identifizierung kann jedoch die Diskussion bereichern und eine Orientierung bieten.


iBusiness-Autor Markus Tschersich studierte Wirtschaftsinformatik an der Universität Duisburg-Essen mit Schwerpunkt E-Business/E-Entrepreneurship, User Interface Engineering und Software-Engineering. Seine Diplomarbeit beschäftigt sich mit Erfolgsfaktoren mobiler Communities. Nach seinem Studium wechselte er an die Goethe Universität in Frankfurt um am Lehrstuhl für Mobile Business & Multilateral Security zu promovieren. Dort ist er derzeit im Europäischen Forschungsprojekt PICOS   tätig. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit mobilen Communities sowie mit Trust und Privacy im mobilen Umfeld. Der Beitrag wurde zuerst auf Mobile Zeitgeist   publiziert. iBusiness veröffentlicht ihn mit freundlicher Genehmigung.
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: