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Studie: Fast jedes zehnte deutsche Ladengeschäft von Schließung bedroht
17.08.2015 Der Strukturwandel im Handel ist im vollen Gange. Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen müssen sich auf die größten Veränderungen einstellen. Attraktive Innenstädte punkten vor allem mit Gestaltung, Ambiente, Erlebnischarakter und Angebotsvielfalt.
Einzelne Landkreise müssen sich auf bis zu 27 Prozent weniger Einzelhandelsumsatz einstellen
Für die Prognose der Handelsentwicklung haben die IFH-Experten zwei Trend-Szenarien errechnet: Das Online-Szenario fällt mit einer Umsatzentwicklung des stationären Einzelhandels bis 2020 von minus 11,5 Prozent recht pessimistisch aus. In diesem Szenario liegt die prognostizierte Bandbreite der Einzelhandelsentwicklung auf Ebene der Stadt- und Landkreise zwischen minus 27 Prozent und minus 1 Prozent. Neben den Stadtstaaten Hamburg und Berlin haben die Bundesländer bzw. Regionen Baden-Württemberg, Mittel-/Südbayern sowie Südhessen und die südliche Niederrheinregion die geringsten negativen Auswirkungen auf den stationären Einzelhandel zu erwarten. Die größten Einschnitte wird es voraussichtlich in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen geben. "Dies liegt unter anderem daran, dass sich durch den erwarteten Bevölkerungsrückgang in diesen Regionen Versorgungslücken verstärken und diese durch den Online-Handel aufgefangen werden", erklärt IFH-Geschäftsführer Boris Hedde .Attraktive Innenstädte punkten mit Gestaltung, Ambiente, Erlebnischarakter und Angebots- bzw. Sortimentsvielfalt. Während in Sachen Erlebnis und Ambiente vor allem positive Akzente gesetzt werden können, führen Defizite im Warenangebot aus Konsumentensicht zu drastischen Einbußen der Attraktivität. Vor allem kleinere Städte haben hier vielfach Handlungsbedarf. Damit sich auch kleinere Städte für die Zukunft attraktiv aufstellen können, müsse dort ein Umdenken erfolgen. Auch Kooperationen von Standorten oder ein strategisch angelegter prozessualer Rückbau könnten eine Chance sein.
