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Jean-Remy von Matt: "Klowände des Internets sind aktueller denn je"

von sr

17.04.2007 In einem Interview bezieht Vorzeige-Werber Jean-Remy von Matt jetzt erstmals Stellung zu seiner Aussage, Weblogs seien die "Klowände des Internets". Und warnt einmal mehr vor der "Meinungsäußerung im Schutz der Anonymität, eben Klowand-Gekritzel".

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"Die "Klowände des Internets" sind aktueller denn je": Jean-Remy von Matt , Chef der Hamburger Werbeagentur Jung von Matt   (JvM), warnt in einem Interview mit dem Horizont-Blog Off The Record   erneut vor den Gefahren der Blogosphäre. Seiner Meinung ist nach wie vor "die schwer kontrollierbare Meinungsäußerung, die eben sehr oft zur Verhetzung wird, eines der Hauptprobleme der Bloggerszene". Von Matt warnt daher vor "Meinungsäußerung im Schutz der Anonymität, eben Klowand-Gekritzel". Da Blogs aber "dem Prinzip Darwins unterliegen, dass nur die besten überleben können", geht er von einem "kontinuierlichen Ansteigen der Qualität aus"
"Kritik und Häme verbreiten sich nun mal schneller als Loblieder in Blogs", mahnt er. "Das schränkt aber die Chance ein, ein positives Marken-Statement über Blogs verbreiten zu lassen." Dennoch sieht er in Blogs eine gute Basis für Online-Werbung: "Blogger sind die glaubwürdigeren Verkäufer", argumentiert er. "Sie genießen in der Internet-Community das, was man gemeinhin "Street Credibility" nennt."
In einem internen Schreiben hatte von Matt sich Anfang Januar 2006 darüber aufgeregt, dass viele Blogger seine Kampagne Du Bist Deutschland   zum Anlass für Persiflagen genommen haben. Von Matt bezeichnete in dem Schreiben Weblogs als "Klowände des Internets" und fragte sich, "was eigentlich jeden Computerbesitzer berechtigt, ungefragt seine Meinung abzusondern".

Selbst nach harscher Kritik von Online-Branchendiensten und der Blogger-Szene verteidigte er seinen Standpunkt. "Ich bin auf jeden bekannten Slogan von mir stolz, selbstverständlich auch auf die Klowände", erklärte er einige Monate später in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung   (FAZ). Seine Begründung damals: Der Klowand-Spruch hätte zumindest die ersten zwei Punkte des unter Werbern gern zitierten 'AIDA-Prinzips' erfüllt, also 'Attention' (Aufmerksamkeit) und 'Interest' (Interesse) erzeugt.
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