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Mindestlohn führt zu Rückgang von Praktikumsplätzen

23.05.2014 Die geplante Mindestlohnregelung für Praktikanten wird eine deutliche Reduzierung des Praktikumsangebots zur Folge haben.

Fast jedes zweite Unternehmen (46 Prozent) plant, in Zukunft auf Praktikantenstellen ganz verzichten zu wollen. Etwa jede vierte Firma (26 Prozent) möchte auf Praktikanten ausweichen, die nicht von der Mindestlohnpflicht erfasst werden. Weitere 17 Prozent gaben an, das betreffende Angebot an Praktikumsstellen zumindest reduzieren zu wollen. Lediglich bei 11 Prozent der Firmen wird der Mindestlohn keine Auswirkungen auf das Praktikumsangebot haben. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Index Internet und Mediaforschung GmbH  , an der sich Personalverantwortliche aus 570 betroffenen Unternehmen beteiligt haben.

(Grafik: http://www.index-internet.de/)

Ein Drittel glaubt, ohne Praktikanten geht es nicht

Pikant: Das Geschäftsmodell vieler Unternehmen stützt sich offenbar fest auf die Leistung schlecht oder unbezahlter Praktikanten. Mehr als ein Drittel (35 Prozent) der befragten Unternehmen glaubt jedenfalls, dass ihre Arbeit ohne Praktikanten deutlich schwieriger oder sogar kaum bis gar nicht zu bewältigen wäre.

Die geplante Regelung zum Mindestlohn sieht vor, dass Praktikanten, die länger als sechs Wochen in einem Unternehmen arbeiten und ihr Praktikum nicht im Rahmen von Schule, Ausbildung oder Studium leisten, einen Stundenlohn von mindestens 8,50 Euro erhalten.


Die Umfrage wurde online im Zeitraum vom 15. bis zum 21. Mai 2014 durchgeführt. Befragt wurden branchenübergreifend Ansprechpartner für Personalthemen aus Unternehmen aller Größen. Alle Unternehmen hatten in den sechs Monaten zuvor Stellenanzeigen für Praktikantenplätze veröffentlicht.
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