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Trotz Umsatzrückgang: Deutsche Musikindustrie sieht Trendwende
18.03.2008 Die deutsche Musikindustrie pfeift weiter im dunklen Wald: So ist von einer "Wende zum Besseren" die Rede, da der Markt für legale Downloads weiter anzieht. Doch das ist nur bedingt ein Grund zur Freude.
Aber: Das starke Wachstum bei legalen Downloads ging vor allem zu Lasten der klassischen CD-Single, deren Umsatzanteil mit drei Prozent am Gesamtumsatz weiter sinkt. Und: Die legalen Musik-Downloads machen lediglich vier Prozent am gesamten Umsatz der Industrie im Jahr 2007 aus. So muss der Verband dann auch eingestehen, dass der Gesamtumsatz mit Musikprodukten 2007 erneut zurückgegangen ist: um 3,2 Prozent auf einen Jahresumsatz von 1,65 Milliarden Euro.
Da hilft es auch wenig, dass der Verband festgestellt haben will, dass "der Absatz der umsatzstarken CD-Alben 2007 im Vergleich zum Vorjahr erneut nahezu unverändert war". Der Verband gibt dann auch zu: Die Labels arbeiten mit Hochdruck "am Ausbau und der Erschließung weiterer Erlösquellen" wie Künstler- und Konzertmanagement und Merchandising, um so "die Abhängigkeit vom klassischen Tonträgergeschäft zu verringern".
Umsatzstärkstes Produkt war auch im vergangenen Jahr die CD mit einem Umsatzanteil von 81 Prozent, gefolgt von Musikvideos mit neun Prozent und Downloads mit vier Prozent. Inklusive Klingeltönen wurden 2007 fast 50 Millionen digitale Musikprodukte verkauft. Der Vertrieb über Downloads, Mobile und Internethändler macht laut dem Verband bereits fast ein Viertel des gesamten Umsatzes mit Musikprodukten aus.
Der Umsatz mit Mobil-Musik übrigens bleibt laut dem Verband hinter den Erwartungen zurück. Schuld daran seien teure Endgeräte und hohe Zugangskosten.
