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Unicef-Studie

Jugendliche nicht für Arbeitswelt gerüstet

11.03.2020 Eine Online-Umfrage unter 40.000 jungen Menschen in über 150 Ländern zeigt, dass viele junge Leute das Gefühl haben, dass ihre derzeitige Ausbildung ihnen nicht die Fähigkeiten vermittelt, die sie für den Arbeitsmarkt benötigen.

 (Bild: Pixabay / Gary Cassel)
Bild: Pixabay / Gary Cassel
Ein Drittel (31 Prozent) der Jugendlichen, die sich über die UNICEF   Engagement-Plattform U-Report   rückgemeldet haben, geben an, dass die ihnen angebotenen Fähigkeiten und Ausbildungsprogramme nicht ihren Berufswünschen entsprachen. Mehr als ein Drittel der Befragten (39 Prozent) gibt an, dass die von ihnen angestrebten Arbeitsplätze in ihren Communities nicht verfügbar sind.

Zu den wesentlichen Fähigkeiten, die die jungen Leute erwerben wollen, um im nächsten Jahrzehnt eine Beschäftigung zu finden, zählen laut Umfrage Leadership (22 Prozent), gefolgt von analytischem Denken und Innovation (19 Prozent), und Informations- und Datenverarbeitung (16 Prozent). Unabhängig davon ergab eine weltweite Umfrage von PwC  , dass 74 Prozent der CEOs weltweit sich besorgt darüber zeigten, passend qualifizierte Mitarbeiter zu finden, um ihr Geschäft auszubauen.

Jeden Monat erreichen 10 Millionen junge Leute das erwerbsfähige Alter, und die meisten dieser Menschen kommen aus Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Laut einer weltweiten Studie   benötigen die Berufsanfänger in diesen Ländern durchschnittlich rund eineinhalb Jahre, um in den Arbeitsmarkt einzutreten und den ersten wirklich angemessenen Arbeitsplatz zu finden. Diese Situation könnte sich möglicherweise noch weiter verschlechtern, wenn nicht gegengesteuert wird, da rund 20 - 40% der Arbeitsplätze, die derzeit von 16- bis 24-Jährigen besetzt sind, bis Mitte 2030 durch Automatisierung bedroht sein dürften.

UNICEF und PwC werden deshalb ihre Kräfte in den nächsten drei Jahren bündeln und jungen Menschen auf der ganzen Welt Fertigkeiten und Fähigkeiten vermitteln, die sie für die zukünftige Arbeitswelt benötigen. Die Kooperation wird Studien zum wachsenden globalen Mangel an qualifizierten Arbeitern und Fachkräften unterstützen und Bildungs- und Qualifikationsprogramme in Ländern wie Indien und Südafrika entwickeln, erweitern und finanzieren. Die Zusammenarbeit wird die Reskilling Revolution-Plattform des Weltwirtschaftsforums unterstützen, die von beiden Organisationen mitbegründet wurde. Ziel der Plattform ist es, in den nächsten 10 Jahren 1 Milliarde Menschen Zugang zu besseren Arbeitsplätzen, besserer Bildung und höher qualifizierten Fähigkeiten zu ermöglichen.
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