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Plakatkleber im Metaversum

25.05.2022 Die Werbebranche drückt auf das Gas bei der Digitalisierung der letzten analogen Medien. Ob das so eine richtig gute Idee ist?

iBusiness-Analyst Sebastian Halm
Connected TV und DooH, einstmals die letzten analogen Massenmedien, sind noch lange nicht dort angekommen, wo einige Agenturen sie hinbewegen möchten: Es wird alles noch viel mehr datengetrieben, mehr Programmatic, mehr getargeted, mehr 1:1, mehr KI und irgendwann auch mehr Metaversum sein, bis der Nettobetrag, der von einem Werbeeuro in die tatsächliche Werbeleistung geht, bei etwa 20 Cent liegt, die restlichen 80 gehen in Auslieferung, Kosten für Daten, Dienstleister-Provisionen.

Denn programmatisches DooH ist eine Cashcow, genau so wie Onlinewerbung: Der Anteil abrechenbarer Leistungen ist zu groß, als dass nicht Agenturen begehrlich darauf schielen werden. Daher ist das einstige Thema für Spezialagenturen längst auf dem Weg in Richtung Mainstream. Das kann alles Sinn ergeben, nur sollten die Werbetreibenden zunehmend aufmerksam hinschauen und fragen, ob denn diese Plakatkampagne unbedingt programmatisch sein muss oder ob stumpfes, altes Branding hier nicht die smartere Lösung ist.

Auch die Agenturen sollten langfristig denken (die guten tun das sowieso) und den Kundinnen und Kunden nur dann programmatische Kampagnen ans Herz legen, wenn sie in ein maßgeschneidertes Konzept passen - mit sauberer Positionierung im Funnel und überprüfbaren Metriken.

Mal gespannt, wann der erste Dienstleister anbietet, im Metaversum Plakate aufzuhängen.
Thema:

Digital out of Home: Vom drohenden Tod eines Massenmediums

Plakat, auch das elektronische, ist mit dem Abschied des linearen TVs das letzte Massenmedium. Doch auch ihm droht der Untergang. Selbstverschuldet, durch Technologie. Acht DooH-Trends.

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Außenwerbung von Ströer in Düsseldorf (Bild: Ströer)
Bild: Ströer
Außenwerbung von Ströer in Düsseldorf

Kommentar von Sebastian Halm

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iBusiness-Analyst Sebastian Halm (Timo Bierbaum)
Bild: Timo Bierbaum
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