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Studie: Telekommunikationsunternehmen drängen in neue Geschäftsfelder vor

23.03.2011 86 Prozent der deutschen Telekommunikationsunternehmen planen bis 2013 den Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder. So sind Investitionen in Energieversorgungsangebote, moderne Haustechnik bis hin zu Gesundheitsdienstleistungen vorgesehen.

Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Branchenkompass 2011 Telekommunikation   von Steria Mummert Consulting.

"Immer mehr Bereiche des täglichen Lebens werden durch die fortschreitende Digitalisierung vernetzt", sagt Steria-Telekommunikationsexperte Peter Hascher . "Das eröffnet gerade Telekommunikationsunternehmen große Chancen in Geschäftsfeldern, die bisher außerhalb der eigenen Aktivitäten lagen."

43 Prozent der befragten Fach- und Führungskräfte planen, sich im Bereich Infrastruktur und Vernetzung zu engagieren: Bei Smart-City-Projekten sammelt beispielsweise ein Netz von vielen tausend Sensoren eine Vielzahl urbaner Daten. Ausgerüstet mit diesen Informationen können intelligente Verkehrssysteme erfolgreich Staus verhindern oder dabei helfen, Emissionen einzusparen. Einen ähnlichen Ansatz verfolgen Smart-Grid-Projekte: Intelligente Stromnetze ermöglichen eine Kommunikation zwischen Erzeugern, Stromspeichern und Nutzern, so dass nur so viel Energie wie nötig verbraucht wird.

35 Prozent der Telekommunikationsanbieter wollen in diesem Geschäftsfeld investieren. Außerdem locken Anwendungen in der modernen Haustechnik: So könnten beispielsweise Lichtanlagen mit Jalousien kommunizieren und sich miteinander abstimmen. Darüber hinaus nehmen Telekommunikationsunternehmen Gesundheitsdienstleistungen ins Visier. So verfügt beispielsweise die Deutsche Telekom bereits über Angebote zur telemedizinischen Patientenbetreuung von Diabeteserkrankungen.

Investitionen in neue Geschäftsfelder
Infrastruktur und Vernetzung 43,0 %
Energie 35,0 %
Mobilität 27,0 %
Haustechnik 26,0 %
Gesundheit 24,0 %
Finanzdienstleistungen 17,0 %
Automotive 12,0 %
Ein weiteres Wachstumsfeld für die Branche sind Finanzdienstleistungen. Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones dürften sich mobile Bezahldienste am Markt durchsetzen, so die Studienautoren.

Im Oktober und November 2010 befragte das Marktforschungsinstitut Forsa   im Auftrag von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut   100 Führungskräfte der größten Telekommunikationsunternehmen Deutschlands zu den Branchentrends sowie zu Strategien und Investitionszielen bis 2013.

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