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Digitalisierung: Jetzt sind die Fitnessstudios dran
21.08.2020 Während der Corona-Pandemie musste Fitness- und Sportstudios schließen. Davon konnten Gesundheits- und Fitness-Apps profitieren: Die Sessions mit solchen Anwendungen steigen im Juli 2020 um 61 Prozent im Vergleich zum Jahresdurchschnitt.
Trainieren in den eigenen vier Wänden
Die Daten zeigen, dass die täglichen Installationen von Gesundheits- und Fitness-Apps auf der ganzen Welt im Laufe des März kontinuierlich zunahmen und von Ende März bis Anfang April sogar 67 Prozent über dem bisherigen Jahresdurchschnitt 2020 lagen. Die Zahl der Sessions stieg im Vergleich erst im Mai signifikant an. Das deutet darauf hin, dass der Lockdown während der Pandemie zwar die Installationszahlen in die Höhe getrieben haben könnte, die Nutzung dieser Apps jedoch erst nach einiger Zeit einsetzte.Eine kürzlich von Gympass in den USA durchgeführte repräsentative Verbraucherumfrage bestätigt zudem, dass Digital Wellness ein anhaltender Trend ist. Die Ergebnisse zeigen, dass eine klare Mehrheit von 82,8 Prozent der US-Amerikaner bereit ist, auch nach der Pandemie virtuelle Sportangebote zu nutzen. Das lässt darauf schließen, dass die Verbraucher sich infolge der Ausgangsbeschränkungen auch langfristig an diese "neue Normalität" gewöhnt haben.
Parallel zeigen die Daten von Adjust, dass die Zahl der Installationen und Sessions nach Erreichen der jeweiligen Spitzenwerte zwar wieder abnahm, aber der Trend bei den Sessions immer noch weit über dem Schnitt von 2019 liegt. Die Installationen im Juli sind im Vergleich zu 2019 um sieben Prozent gestiegen, und die Sessions haben parallel um 61 Prozent zugenommen. Diese Werte deuten darauf hin, dass die Apps häufig genutzt werden und ihre Nutzer dementsprechend mehr online trainieren.
Regionale Trends
Die Daten geben auch Einblick in regionale Trends. Aus den Zahlen kann eine Korrelation zwischen der Nutzung von Gesundheits- und Fitness-Apps und der Einführung und schrittweisen Lockerung der jeweiligen Ausgangsbeschränkungen abgelesen werden.In Deutschland stieg die Zahl der Installationen Ende März geradezu dramatisch an und lag rund 86 Prozent über dem Durchschnitt von 2020. Die Zahl der Sessions verdreifachte sich zwischen Januar und April und lag auch im Mai noch 38 Prozent über dem Durchschnitt von 2020. Trotz eines leichten Rückgangs seit Mai nahmen die Sessions von Januar bis Juli um 67 Prozent zu und lassen auf stabilen Zuwachs schließen.
