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50 Prozent Umsatz weg: "Keinen interessiert SEO oder ob sein SEO eine KI nutzt"
24.04.2026 Agenturen berichten gegenüber iBusiness von bis zu 50 Prozent KI-verursachten Einbußen bei den SEO-Einnahmen. Die SEOs haben ihre Strategien angepasst - und sehen teilweise Anzeichen für eine Trendwende.
Bei Dentsu Germany beobachtet Tobias Wollesack, Director Owned Media, ähnliche Effekte, "allerdings gehen wir seit Jahren sehr bewusst weg von der Rolle als 'verlängerte Werkbank' hin zu strategischer Beratung. Diese Positionierung macht uns deutlich resilienter gegenüber Verschiebungen im Markt, Preisdruck und dem Wegfall von kleinteiligen Umsetzungsaufträgen - auch und gerade im Kontext von KI." Dieser Ansatz ermögliche ein höheres Optimierungsvolumen, ohne strategische Themen dafür zu vernachlässigen: "Statt einzelner, austauschbarer Leistungen arbeiten wir enger und kontinuierlicher mit Kunden zusammen, treiben Wirkung und Qualität voran und kommen so insgesamt schneller und nachhaltiger voran - was sich auch wirtschaftlich stabilisierend auswirkt."
Ömer Atiker , der Geschäftsführer der B2B-Marketingagentur Click Effect , ist wenig romantisch, wenn es um das Gewerk SEO geht: "Kaum jemand hat wirklich Lust SEO zu machen. Weder es zu lernen und selbst zu machen, noch sich mit einer KI herumzuschlagen, um dann große Teil doch selber machen zu müssen, weil Du keinen Agenten direkt im Code Deiner Website fummeln lassen willst." Der Grundantrieb der KundInnen sei also ein einfacher: "Der Auftrag lautet: 'Bitte mach Du das für mich!' Und das kann ich komplett verstehen." Aber auch wenn es ein Leichtes sei, die KI Texte schreiben zu lassen, so stellt sich die Frage: "Aber wann ist das ein GUTER Text? Wenn er nicht meilenweit nach KI riecht, wenn er so klingt wie wir als Unternehmen, wenn er sinnvoll und gut lesbar ist UND zu SEO passt?" Für einen Amateur ist die Auseinandersetzung damit eher mühsam, glaubt Atiker, daher lasse man es gerne von Menschen erledigen, die wissen, was sie tun: "Und ob und was die dabei mit KI machen, ist dann relativ egal. Sprich: Der Kunde zahlt für Wert, nicht für Zeit."
