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Wachsender Einfluss von Retargeting auf Conversions im App-Marketing
15.06.2020 Laut einem Report setzen App-Vermarkter verstärkt auf Retargeting-Kampagnen, um Conversions zu steigern. Weltweit haben ein Drittel der Apps mit allokierten Marketingausgaben das Tool in ihren Marketing-Mix integriert. Stärkster Treiber in EMEA ist der ECommerce-Sektor.
App Stores werden immer voller, für App-Vermarkter werde es daher immer schwieriger, die Aufmerksamkeit der Nutzer zu gewinnen und die Conversion zu steigern. In ihrer Engagement-Taktik setzen sie daher zunehmend auf Retargeting, das laut AppsFlyer noch schneller wächst als die Nutzerakquise. Weltweit führen inzwischen 30 Prozent der Apps Retargeting-Kampagnen durch. In Europa zeigen die Daten, dass die Vermarkter mit einem Anstieg von 12 Prozent in der Adoptionsrate mehr Retargeting zu ihrem Mix hinzufügen.
"Die weltweite Akzeptanz von Retargeting nimmt weiter zu und ist seit 2018 um mehr als 10 Prozent gestiegen, was beweist, dass es ein effektives Werkzeug für Vermarkter ist", resümiert Ben Jeger , Managing Director Central Europe bei AppsFlyer. Die Herausforderung: Die meisten Apps verlieren innerhalb der ersten 30 Tage nach der Installation 95 Prozent ihrer Nutzer. 35 Prozent der App-Marketing Conversions seien daher auf Retargeting zurückzuführen, schlussfolgert Jeger. Ihr Einsatz führe zu einer besseren Kundenbindung und mehr Umsatz. "Wir sehen nach wie vor eine Wachstumschance, insbesondere bei Gaming Apps, die durch Retargeting viel zu gewinnen haben."
Weitere Erkenntnisse aus der EMEA-Region
- Mehrere Verticals wenden sich Retargeting zu. Die drei am stärksten wachsenden Zweige sind Fotografie, Finance und Lifestyle. Foto-Applikationen steigerten den Anteil der Conversions durch Retargeting-Kampagnen von 2019 bis 2020 um fast 152 Prozent. Finance-Anwendungen kamen auf eine Steigerung von 127 Prozent und der Lifestyle-Bereich erhöhte die Conversions auch noch um mehr als 74 Prozent.
- ECommerce-Sektor ist stärkster Treiber von Retargeting. In Europa setzt die Hälfte der Shopping-Apps Retargeting-Kampagnen ein und generiert damit die Hälfte der Conversions. In Deutschland macht der Anteil der Apps sogar 63 Prozent aus. Waren es hier 2018 noch ein Viertel der Conversions, macht Retargeting jetzt zwei Drittel der Conversions aus.
- Retargeting fördert zahlende Nutzer und Retention. Innerhalb der Lifestyle-Kategorie in Deutschland hatten Anwendungen mit Retargeting einen achtmal höheren Anteil an zahlenden Nutzern. Gleiches ist bei den Casual Gaming Apps zu beobachten: Hier liegt in Deutschland die Zahl der zahlenden Nutzer bei Apps mit Retargeting-Kampagnen um 114 Prozent höher als bei Apps ohne Retargeting. Auch die Retention-Rate ist bei diesen Apps doppelt so hoch. Dennoch liegt die Adoptionsrate bei Gaming Midcore und Casual Gaming Apps in Deutschland bei nur 4 bis 6 Prozent.
Corona verstärkt Retargeting-Trend
Auch inmitten der Covid19-Pandemie habe Retargeting seine "Widerstandsfähigkeit" bewiesen, so ein weiteres Fazit des Reports. Um die Auswirkungen des Coronavirus-Effekt zu berücksichtigen, wurden im Bericht zwei verschiedene Zeiträume betrachtet: ein Vergleich von Januar und Februar 2018 bis zum gleichen Zeitraum 2020 vor dem Ausbruch und der Ausgangssperren sowie Daten aus der Zeit vor der COVID-19-Pandemie von Ende Februar bis April 2020, als die USA Ausgangssperren verhängte. Die besonders von den Corona-Folgen betroffene Travel-Kategorie wurde dabei ausgenommen.In den USA habe COVID-19 den Retargeting-Trend nicht verlangsamt, sondern häufig verstärkt. Tatsächlich verursachten Ausgangssperren einen sprunghaften Anstieg der Installationen von Apps, was wiederum zu einem verstärkten Retargeting-Trend geführt habe.
Covid19-Erkenntnisse für EMEA:
- Mit Beginn der Ausgangssperren stiegen sowohl die Paid als auch die Owned Conversions um etwa 31 Prozent.
- Im betrachteten Zeitraum von März und April 2020 verzeichneten viele Branchen Retargeting-Erfolge. Insbesondere bei Gaming Apps nahm der Anteil der Owned Conversions um bis zu 91 Prozent zu.
