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Studie: Viele Mitarbeiter wollen digitale Skills nicht erlernen, aber davon profitieren
01.12.2015 69 Prozent der deutschen Arbeitnehmer erwarten von einem modernen Arbeitgeber eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Beschäftigte erkennen jedoch noch nicht, dass die Digitalisierung der Arbeitswelt wesentlich dazu beiträgt, ihre Wünsche zu erreichen. Viele haben kein Interesse, die notwendigen digitalen Fähigkeiten zu erlernen. Das sind Ergebnisse einer Befragung der Unternehmensberatung ROC Deutschland unter 1.000 Arbeitnehmern.
Jedem Dritten fehlt Wissen für einen Job in der digitalisierten Arbeitswelt
Insgesamt fehlt nahezu jedem dritten Angestellten nach eigener Einschätzung das Know-how für einen Job in einer digitalisierten Arbeitswelt. Immerhin: Die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer möchte die entsprechenden Fähigkeiten erlernen und traut sich das auch zu. Trotz dieser Beteuerung setzen viele ihre Prioritäten anders: Nur jeder Zweite erwartet von einem modernen Arbeitgeber Schulungen in Zukunftstechniken, auch unabhängig von seinen aktuellen Aufgaben. Damit hat dieser Wunsch für die Beschäftigten eine geringere Bedeutung als die eingangs genannten Punkte Vereinbarkeit von Job und Familie sowie flexible Arbeitszeiten. Auch eine offene Kommunikation mit Kollegen (69 Prozent) und Vorgesetzten (63 Prozent) rangiert auf der Werteskala der Befragten höher als Schulungen in Digitalisierung und Co.Oliver Back, Global COO der ROC Group. Er sieht die Personalabteilungen am Zug - ihre Rolle muss sich künftig wandeln. "Bedingt durch den 'War for Talents', hat die HR-Abteilung in den vergangenen Jahren vorwiegend Personal beschafft, statt Mitarbeiter zu entwickeln. Künftig wird das Talent Management im Vordergrund stehen. Es kommt darauf an, die Organisationen mit ihren Führungskräften und Mitarbeitern auf die digitale Arbeitswelt vorzubereiten.". Das bedeutet für die HR-Abteilungen viel mehr, als den Mitarbeitern Fähigkeiten zu vermitteln beziehungsweise entsprechend ausgebildete Arbeitskräfte einzustellen. Es geht mehr und mehr darum, eine neue Unternehmenskultur mit Vielfalt, Autonomie und Konsequenzen zu etablieren.
