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Website-Ranking: Klassische Online-Portale verlieren, Web 2.0 gewinnt

von sr

10.01.2008 Bereits vier der zehn Online-Angebote mit den höchsten Zugriffszahlen in Deutschland sind reine Web-2.0-Dienste. Und während MyVideo und StudiVZ aktuell weiter gewinnen, müssen sich die Portale der Generation 1.0 mit schwindenden Zugriffszahlen abfinden. Was vor allem Holtzbrinck freut und Spiegel Online ärgern dürfte.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Doppeltrumpf für Holtzbrinck  : Mit deutlichem Abstand führen zwei Web-2.0-Dienste des Verlags das aktuelle Website-Ranking der IVW   an. Dass StudiVZ nach Page Impressions derzeit die wichtigste Website in Deutschland ist, musste der ehemalige Marktführer T-Online bereits im Juni 2007 erfahren. Dass nun aber auch das Holtzbrinck-Angebot SchülerVZ aus dem Stand heraus an dem rosa Riesen vorbei zieht, hätten wohl die wenigsten erwartet. Durch den Holtzbrinck-Coup flog übrigens Spiegel Online   aus den Top-Ten: Die Website rangiert mit 394.398.181 Seitenaufrufen aktuell nur noch auf Platz elf des IVW-Rankings.







Website-Ranking nach Page Impressions
PlatzWebsiteSeitenaufrufe Dezember 2007Seitenaufrufe November 2007Veränderung
1StudiVZ  5.300.141.8095.262.329.563+0,71 Prozent
2SchülerVZ  5.294.582.789 - -
3T-Online  2.654.036.7262.790.154.732-4,88 Prozent
4Mobile.de  1.215.340.7961.227.707.480-1,01 Prozent
5Yahoo  1.021.104.7661.059.349.474-16,83 Prozent
6Lokalisten.de  914.836.233938.905.532-2,57 Prozent
7MyVideo  682.432.184622.673.324+9,59 Prozent
8Bild.de  472.581.824558.076.159-15,32 Prozent
9MSN  456.515.829485.582.710-5,99 Prozent
10AOL  447.625.479469.738.589-4,71 Prozent

Quelle: IVW; Stand: Dezember 2007


Apropos Holtzbrinck: Die Münsteraner Dr. Schengber & Friends GmbH    (DASF) hat nun mit NextVZ   eine Community gestartet, auf der sich verprellte StudiVZ-Nutzer über die Holtzbrinck-Community auslassen können. Hintergrund ist, dass Holtzbrinck die AGBs von StudiVZ geändert hat. Nutzer müssen zustimmen, dass ihnen auf StudiVZ künftig auf Basis ihrer Profildaten personalisierte Werbung per Targeting angezeigt wird. Wer als Nutzer nicht zustimmt, fliegt aus dem System.

"Studenten erzählten mir von dem Unmut wegen der AGB-Änderung und dass die Nutzer kein Gehör finden", erklärt Professor Ralf Schengber , Gründer von DSAF und Marketingprofessor an der FH Münster. "Das veranlasste uns zu dazu, mit nextVZ eine Meinungsplattform für Nutzer zu schaffen.". In etlichen Foren können sich die Nutzer nun intensiv über alle Formen von Online-Communities austauschen.

Thema: Website-Ranking: Klassische Online-Portale verlieren, Web 2.0 gewinnt

Kommentar von sr

Frischer Wind für biedere Portale

"Web 2.0 wird Mainstream" prognostizierte die iBusiness-Redaktion in ihrer Trendanalyse zum Jahresende 2006. Gut ein Jahr später leiden bereits die klassischen Online-Publisher der Generation 1.0 unter der zunehmenden Marktmacht der webzwonulligen Start-Ups. Und dürften langfristig ohne passende Strategien kaum Überlebenschancen haben.

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 (Boris Giesl)
Bild: Boris Giesl
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