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Online-Lebensmittelhandel: Es hakt vor allem bei der Lieferung

16.10.2015 Die "ECC-Club-Studie zum Online-Lebensmittelhandel 2015" zeigt: Bisher bestellen nur wenige Konsumenten Lebensmittel online, vor allem weil sie mit dem stationären Lebensmittelhandel zufrieden sind. Um sie zu regelmäßigen Food-Online-Shoppern zu machen, ist vor allem eine kundenorientierte Lieferung entscheidend. Stationäre Lebensmittelketten haben gute Chancen, sich als First Mover zu etablieren.

 (Bild: mcstudio79/Flickr)
Bild: mcstudio79/Flickr
Der Online-Handel mit Lebensmitteln steckt in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Für 2015 prognostizieren die Experten de Instituts für Handelsforschung (IFH) bei Lebensmitteln, Wein und Delikatessen einen Online-Anteil von lediglich 0,8 Prozent. Erst ein Drittel der Konsumenten hat schon einmal Lebensmittel im Netz bestellt, nur sechs Prozent machen es regelmäßig.

Die wichtigsten Zahlen im Überblick
  • 32,4 Prozent der Online-Shopper haben schon mindestens einmal Lebensmittel online bestellt.
  • 75,9 Prozent der Online-Shopper, die noch nie Lebensmittel online bestellt haben, geben an, dass sie mit den Lebensmittelgeschäften in ihrer Nähe zufrieden sind.
  • 46,3 Prozent der Online-Shopper, die noch nie Lebensmittel online bestellt haben, geben an, dass es ihnen Spaß macht, Lebensmittel im Laden einzukaufen.
  • 48,0 Prozent der Online-Shopper geben an, dass die Lieferkosten gesenkt werden müssten, damit sie regelmäßig Lebensmittel online bestellen.
  • 38,3 Prozent der Online-Shopper geben an, dass es eine Garantie des Lieferzeitpunktes geben müsste, damit sie regelmäßig Lebensmittel online bestellen.


  • Zufriedenheit mit stationären Lebensmittelgeschäften

    Die Top-Gründe, warum Konsumenten Lebensmittel bisher nur selten online kaufen: Sie sind mit Lebensmittelgeschäften in der Nähe zufrieden (76 Prozent), haben sogar Spaß am stationären Lebensmittelkauf (46 Prozent) und Bedenken bezüglich Qualität und Frische online bestellter Lebensmittel (41 Prozent). An der mangelnden Kenntnis entsprechender Online-Shops, zu langen Lieferzeiten oder fehlender Sortimentsvielfalt liegt es hingegen nicht.

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    Lieferung muss überzeugen

    Um Konsumenten davon zu überzeugen, regelmäßig Lebensmittel im Netz zu ordern, muss insbesondere die Lieferung bequem und kundenorientiert ablaufen. So gibt fast die Hälfte der Online-Shopper an, dass die Lieferkosten gesenkt werden müssten, um sie zu Stammkunden von Food-Online-Shops zu machen. Weitere Bedingungen sind ein garantierter Lieferzeitpunkt (38 Prozent) sowie kleinere Lieferzeitfenster (26 Prozent). Auch die Verpackung spielt eine wichtige Rolle: Gut 36 Prozent der Online-Shopper würden nur dann regelmäßig online Lebensmittel bestellen, wenn diese in umweltfreundlichen Verpackungen und mit wenig Verpackungsmüll geliefert werden.

    "Lebensmittelhändler, die es schaffen, für Online-Shopper tatsächlich einen Mehrwert in Sachen Bequemlichkeit und Zeitersparnis zu liefern, haben gute Chancen sich als First Mover am Markt zu etablieren und für ihre Leistungen entsprechende Preise - inklusive Aufschläge für die Lieferung - zu realisieren. Schließlich trifft das Thema bei Personen mit einem hohen Haushaltsnettoeinkommen auf ein besonders großes Interesse. Gute Erfolgsaussichten besitzen die stationären Lebensmittelketten, die auf ihrer vorhandenen Beschaffungs- und Sortimentskompetenz aufbauen können", so Sabrina Mertens, Leiterin des ECC Köln zur Homepage dieses Unternehmes Relation Browser .

    (Autor: Dominik Grollmann )

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