Jetzt zum Webinar anmelden
Agenturwert berechnen
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Google und Facebook machen sich auch bei Spielen Konkurrenz
05.08.2010 Im Kampf um den Entertainment-Markt der Zukunft hatte bislang Facebook mit seinen Social Games und Browsergames die Nase vorn. Jetzt steigt Google in diesen Markt ein. Das wird die Situation nachhaltig vor allem für alte Platzhirsche verändern.
Erst vor kurzem hatte sich Google beim FarmVille-Entwickler Zynga für 100 bis 200 Millionen Dollar eingekauft (iBusiness berichtete).
Der Markt der digitalen Spiele verändert sich gerade nachhaltig. Mit dem Engagement von Google wird die derzeit stattfindende Phase von Konsolidierung und Konzentration mit Pfeffer gewürzt. Die Branche der alten Player (Sony , Nintendo und Microsoft )wurde von der Wirtschaftskrise ebenso gebeutelt wie andere Wirtschaftszweige. Zusätzlich aber werden sie durch die Konkurrenz aus dem Netz bedroht: Für Browserspiele braucht der Spieler keine teure Konsole. Zusätzlich betrat bereits Apple insofern das Segment, als für iPhone und iPad insbesondere die Spiele-Apps reißenden Absatz finden. Das macht die Publisher wiederum etwas unabhängiger von den Konsolen.
Denn die Investitionen in ein erfolgreiches Spiel für Xbox, PS3 & Co. sind mittlerweile beträchtlich und erreichen durchaus Hollywood-Big-Movie-Niveau - zumindest finanziell. Wenn sich diese Ausgaben für Lizenzen, Entwicklung und Programmierung nicht durch hohe Stückzahlen wieder rechnen, gibt es Probleme.
Die Kundschaft ihrerseits wurde fatalerweise auf die Erwartungshaltung hin erzogen: Neu muss noch ausgefeilter, brillanter und lebensechter rüberkommen als die Generation von eben. Zuletzt hat sich die Branche vor allem auf Sequels verlassen, auch darin bereits Hollywood ähnlich.
Facebook und seine putzigen Farmville-Landwirte hat zu Beginn keiner wirklich ernst genommen. Inzwischen ist der Bereich der Social Games und Browsergames zu echter Bedrohung gewachsen. Jetzt auch noch Google.
Die Geschäftsmodelle beider Unternehmen unterscheiden sich von denen klassischer Spiele-Publisher. Die Suchmaschine und das soziale Netzwerk leben von der Offenheit des Netzes sowie immenser Reichweite. Spiele einzeln teuer zu verkaufen oder gar mit DRM zu versehen, widerspricht ihrer Unternehmensphilosophie.
Insofern dürften die Zeiten für die ehemals Großen wie Electronic Arts und anderen noch ein Stück schwerer werden in nächster Zeit.
